13. November 2019, 09:00
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Wenn sich Langfinger mit dem GPS-System vom Acker machen

Die LVM-Kraftfahrtversicherung hat ihr Leistungsportfolio in der Kaskoversicherung weiter ausgebaut. Zu den Leistungsverbesserungen gehört eine wesentliche Neuerung für die Landwirtschaft: Der Versicherer übernimmt ab sofort die Kosten für den Diebstahl mobiler GPS-Geräte aus landwirtschaftlichen Zug- und Arbeitsmaschinen.

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Immer beliebter bei Kfz-Dieben: Das GPS-System landwirtschaftlicher Zugmaschinen. Werde die Systeme gestohlen, liegt der Schaden im fünfstelligen Bereich.

Diese sogenannten ,verbundenen mobilen Komponenten‘ für Lenk- und Leitsysteme kommen unter anderem in Traktoren und Mähmaschinen zum Einsatz und sind bis zu einem Wert von 15.000 Euro versichert. Damit hat die LVM in der Kaskoversicherung ein Alleinstellungsmerkmal auf dem Markt.

Die LVM Versicherung reagiert damit auf die gestiegene Zahl gemeldeter Diebstähle in den letzten Jahren sowie die Nachfrage landwirtschaftlicher Kunden nach entsprechendem Versicherungsschutz. Bislang waren nur fest verbaute GPS-Komponenten versicherbar.

Marcel Peschl, Leiter „Produkt und Betrieb“ bei der LVM-Kraftfahrtversicherung: „Unsere Leistungsverbesserungen gelten immer gleichzeitig und automatisch für alle Versicherten. Damit stellen wir sicher, dass Alt- und Neukunden zu jeder Zeit identische Leistungen erhalten, ohne dass sie sich um Vertragsangelegenheiten kümmern müssen. Sämtliche Verträge wurden automatisch auf die verbesserten Konditionen umgestellt.“

Junges Phänomen
Vor etwa drei Jahren hatten Landwirte der LVM Versicherung erstmals gestohlene GPS-Systeme gemeldet. In einer eigenen Statistik wurden die gestohlenen Geräte zwar nicht erfasst, doch die Schadensmeldungen aus dem landwirtschaftlichen Bereich – beispielsweise von Bauern, landwirtschaftlichen Genossenschaften oder Lohnunternehmen – sind nach Angaben des münsterschen Versicherers erkennbar gestiegen.

Die Zahl der gemeldeten Fälle sei im Moment noch überschaubar, die Tendenz aber steigend. Für die Betroffenen gehe es zudem um finanzielle Verluste von zum Teil mehr als 10.000 Euro pro Gerät.

Stabile Beiträge
Mit Blick auf die laufende Kfz-Wechselsaison geht die LVM-Kraftfahrtversicherung davon aus, dass das Geschäft auf lange Sicht hart umkämpft bleibt. Bei ihrer Entscheidung für einen bestimmten Tarif fokussierten Kunden weiterhin in erster Linie auf den Preis, erst dann auf die Leistungsstärke eines Produkts, so Peschl.

Der Preis sei indes von vielen verschiedenen Faktoren abhängig, zu denen unter anderem die Regional- und Typklassen gehörten. Für die LVM gelte dabei ,unter’m Strich‘, dass der durchschnittliche Versicherungsbeitrag erneut stabil bleibe.

Ein Großteil der Versicherten profitiere sogar von günstigeren Beiträgen. Peschl: „Wir wollen als Serviceversicherer mit einem attraktiven Preis-Leistungsverhältnis und einem durchdachten Produkt langfristig überzeugen.“ (dr)

Foto: Shutterstock

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