9. Januar 2020, 12:16
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DIA Umfrage: Denn Sie wissen, was sie nicht tun

Zwei Drittel der Deutschen erwarten, dass sie im Alter den Lebensstandard nicht halten können. Und dennoch sorgen 70 Prozent unzureichend vor. Zudem hat das Vertrauen in die Altersvorsorge hat weiter abgenommen. Das sind einige Ergebnisse der jüngsten Erhebung für den DIA-Deutschland-Trend Vorsorge.

 

Altersvorsorge in DIA Umfrage: Denn Sie wissen, was sie nicht tun

Kopf in den Sand. Beim Thema Altersvorsorge drohen im Alter vielen Deutschen harte Einschnitte.

Mit dieser Befragung ermittelt das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) einmal jährlich das Vertrauen in die drei Säulen der Alterssicherung, die Erwartungen an den Lebensstandard im Alter und die Vorsorgeplanungen.

Dabei schätzen die Befragten die Sicherheit und Verlässlichkeit der verschiedenen Altersvorsorgesäulen auf einer Skala von null (schlechtester Wert) bis zehn (bester Wert) ein.

Die gesetzliche Rente kam 2019 in dieser Einschätzung im Durchschnitt auf 3,9. Im Vorjahr war es noch 4,2 und 2017 sogar 5,7. Die betriebliche Altersversorgung und die private Altersvorsorge schneiden mit 4,8 beziehungsweise 4,7 erkennbar besser ab.

Das Vertrauen in die zweite und dritte Säule der Alterssicherung hat in den letzten beiden Jahren auch keinen so starken Vertrauensverlust erlitten wie die gesetzliche Rente. Die langen und konträren Diskussionen über die Grundrente haben offenkundig das Vertrauen in die gesetzliche Rente nicht gerade gestützt.

Knapp zwei Drittel der Bürger gehen davon aus, dass sie im Alter ihren Lebensstandard mehr oder weniger werden senken müssen. Das ist zwar immer noch eine ziemlich große Gruppe, aber sie hat gegenüber den beiden Vorjahren leicht abgenommen.

Die Erwartungen zum finanziellen Auskommen im Alter münden aber nicht entsprechend in Entscheidungen, die selbst verantwortete Altersvorsorge in naher Zeit aufzustocken. So sagen gerade einmal 30 Prozent der Befragten, dass sie angesichts aller bislang erworbenen Rentenansprüche ausreichend vorgesorgt haben.

Rund 70 Prozent schätzen ihre Vorsorge als unzureichend ein. Und nur knapp die Hälfte davon plant in den kommenden zwölf Monaten einen Ausbau der Altersvorsorge. (dr)

Foto: Shutterstock

 

1 Kommentar

  1. ZITAT “30 Prozent der Befragten, glauben dass sie angesichts aller bislang erworbenen Rentenansprüche ausreichend vorgesorgt haben.“

    Davon sind abermals 70% auf dem Holzweg, Weil sie die Rechnung ohne spätere Krankenversicherungsabzüge, Steuerabzüge, Kaufkraftverlust (1,8% in den letzten 25J.) und hinterherhinkende Rentenanpassungen (gut 0,5% weniger p.a.) gemacht haben.
    75% der deutschen verwenden Beträge von lediglich 40-100€/Monate für Altersvorsorge… möööööp. Fail. Das wird nix.

    Kommentar von Lars Reinströhm — 15. Januar 2020 @ 13:48

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