24. März 2020, 08:52
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Firmen fürchten in Krise um Absicherung internationaler Geschäfte

Deutsche Unternehmen fürchten in der Coronakrise dem DIHK zufolge zunehmend um den Schutz vor Forderungsausfällen bei künftigen Exporten.

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Die Versicherer bewerten die Bonität von Abnehmern im In- und Ausland. Abhängig von der Bewertung können Lieferungen bis zu einem bestimmten Kreditlimit versichert werden.

“Immer mehr Unternehmen melden uns, dass sich Kreditversicherer in der Coronakrise aus der Deckung des internationalen Warenverkehrs zurückziehen”, sagte Volker Treier, Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), der Deutschen Presse-Agentur. Dabei geht es um die Absicherung künftiger Lieferungen an Kunden.

“Wenn Kreditversicherer den Warenverkehr nicht mehr absichern, dann können die Lieferketten reißen und es kommt zu Produktionsausfällen”, warnte Treier. Warenkreditversicherer ersetzen Unternehmen Ausfälle, wenn Kunden die gelieferten Produkte nicht bezahlen können oder wollen.

Die Versicherer bewerten wie Rating-Agenturen die Bonität von Abnehmern im In- und Ausland. Abhängig von der Bewertung können Lieferungen bis zu einem bestimmten Kreditlimit versichert werden. Deutet die Bonitätsprüfung auf drohende Zahlungsprobleme hin, kann das Kreditlimit reduziert oder aufgehoben werden. Unternehmen, die schon vor der Krise Probleme hatten, dürften durch die Ausbreitung des Virus zusätzlich unter Druck geraten.

Ausdehnung der staatlichen Kreditversicherung gefordert

Mit staatlichen Exportkreditgarantien, sogenannten Hermes-Bürgschaften, kann zudem der Bund Geschäfte von Exporteuren gegen einen wirtschaftlich und politisch bedingten Forderungsausfall absichern. Treier forderte eine temporäre staatliche Absicherung von Forderungen betroffener exportorientierter Unternehmen sowie “eine Ausdehnung der staatlichen Kreditversicherung auf bisher marktfähige Länder, insbesondere die der Europäischen Union und der OECD, im internationalen Warenverkehr”. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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