Hiscox: Cyber-Versicherung für KMU wird um neue Zielgruppenkonzepte erweitert

Ole Sieverding, Underwriting Manager Cyber der Hiscox SA. 

Hiscox hat seine Cyber-Versicherung für Kleine und mittlere Unternehmen um neue Zielgruppenkonzepte für Bau, Handel und produzierendes Gewerbe erweitert. Neben neuen Assistance-Leistungen wurde zudem das Bedingungswerk verbessert und die Deckung bei Betriebsunterbrechungen ergänzt.

Hiscox hat seine Cyber-Versicherung für Kleine und mittlere Unternehmen um neue Zielgruppenkonzepte für Bau, Handel und produzierendes Gewerbe erweitert. Neben neuen Assistance-Leistungen wurde zudem das Bedingungswerk verbessert und die Deckung bei Betriebsunterbrechungen ergänzt.

Hohe Nachfrage

Der Hamburger Spezialversicherer Hiscox hat seine Cyber-Versicherungslösung Cyberclear überarbeitet. Damit reagiert das Unternehmen auf den schnellen technologischen Fortschritt, die rasante Digitalisierung und nicht zuletzt auch auf eine hohe Nachfrage aus bestimmten Branchen.

Vor dem Hintergrund der Coronapandemie bietet das Unternehmen zudem einen vereinfachten, umfassenden Abschluss an. Darüber hinaus wurden Sonderkonzepte für den Handel, das Baugewerbe sowie für Hersteller entwickelt.

Zielgruppe aus dem erstgenannten Bereich sind dabei neben Online-Händlern explizit auch physische Läden bis zu 25 Millionen Euro Nettoumsatz, die ihre Rechnungsstellung und Buchhaltung vermehrt digital abwickeln.

Stärkung von Assistance-Leistungen

Im Zuge der Überarbeitung sind Assistance-Leistungen noch fester im Bedingungswerk verankert und sollen laufend ausgebaut werden. Hierzu gehören der Zugriff auf einen individualisierbaren Cyber-Krisenplan oder Zugriff auf die umfangreichen Inhalte der Hiscox Business Academy.

Klares Bedingungswerk

So werden Cyber-Sicherheitsschulungen für Mitarbeiter angeboten. Bei bei aktiver Nutzung dieser Online-Trainings durch Mitarbeiter kann die Selbstbeteiligung im Schadenfall um 25 Prozent reduziert werden. Auch reaktive Leistungen wie die Kostenübernehme von Coaching, IT-Forensik und Wiederherstellung wurden verbessert.

Hiscox kooperiert hierfür mit IT-Sicherheitsexperten von Hisolutions, mit PR-Spezialisten sowie spezialisierten Datenschutzanwälten.  Somit könne man im präventiv wie auch im Ernstfall umfassende Expertise und konkrete Unterstützung sofort anbieten.

Ein weiterer Kundenvorteil besteht nach Angaben des Versicherers in einem klaren, einfachen Bedingungswerk sowie einer sehr weiten Definition von Cybervorfall-Auslösern.

Damit biete man Versicherungsnehmern alle wichtigen Deckungsbausteine im Bereich Cyber und sorge für einen umfassenden Schutz physischer und elektronischer Daten, betont Hiscox.

Hauptbestandteile von Hiscox Cyberclear sind wie bisher Cyber-Eigenschäden, Cyber- Haftpflicht sowie Cyber-Betriebsunterbrechung. Bei letzterer schließt die erweiterte Police ab sofort standardmäßig weitere relevante Ursachen von Ertragsausfallschäden mit ein.

Dazu gehören Abschaltungen bei Wiederherstellung, auf Anordnung einer Datenschutzbehörde oder nach Angriffen auf die eigene Website sowie Wechselwirkungs-Betriebsunterbrechungen zwischen versicherten Unternehmen. Dieser bestehende Schutz kann um die teilweise oder vollständige Betriebsunterbrechung durch einen Cloud-Ausfall oder technische Probleme erweitert werden.

Cyberattacken werden immer teurer

Zudem wurden die bestehenden Ausschlüsse auf das Nötigste beschränkt: Vorsatz und rechtswidriges Verhalten innerhalb des Unternehmens sind nun ebenfalls deutlich enger gefasst wie auch externe Einflüsse wie Krieg, Ausfall der öffentlichen Infrastruktur und staatliche Maßnahmen.

„Mit der Erweiterung von Hiscox Cyberclear reagieren wir auch auf die Entwicklungen der letzten Monate“, unterstreicht Ole Sieverding. Underwriting Manager Cyber bei Hiscox Deutschland.

„So sind laut aktuellem Hiscox Cyber Readiness Report die Kosten von Cyber-Attacken in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um das Sechsfache gestiegen. Cyber-Schäden können gerade für kleine und mittlere Firmen existenzbedrohend werden – zumal diese besonders anfällig für digitale Gefahren sind, da es bei ihnen oft keine spezifischen IT-Sicherheits-Zuständigen und entsprechende Strukturen gibt.“ (dr)

Foto: Hiscox

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