Infos über Lebensversicherungen nicht immer ausreichend

Die jährlichen Infos über den Stand von Lebensversicherungen haben sich einer Auswertung zufolge verbessert, sind aber nicht immer ausreichend für Kunden. Zwar haben alle Lebensversicherer ihre Kunden-Schreiben mittlerweile überarbeitet und die seit Juli 2018 geltenden Vorschriften weitgehend umgesetzt, wie Policen Direkt berichtete. Doch für viele Verbraucher reiche das nicht für eine umfassende Bewertung.

Henning Kühl, Chef-Versicherungsmathematiker von Policen Direkt

„Die neuen Vorschriften haben nicht zu einem einheitlichen Standard geführt, weil die Angabe weiterer wichtiger Informationen und deren Darstellung weiter im Ermessen der Versicherer liegen“, erläuterte Henning Kühl, Chef-Versicherungsmathematiker von Policen Direkt. Das Unternehmen kauft bestehende Verträge von Versicherten und führt sie weiter. Rund 12.000 Policen hat die Firma im Bestand, für die die Info-Schreiben ausgewertet wurden. Insgesamt erfüllten demnach 66 der 78 untersuchten Assekuranzen die gesetzlichen Mindestanforderungen vollständig.

Auch nach Einschätzung von Verbraucherschützern gibt es Fortschritte. „Wir merken in der allgemeinen Beratung, dass sich die Angaben deutlich verbessert haben“, sagte Kerstin Hußmann-Funk von der Verbraucherzentrale Hamburg. Die Übersichtlichkeit variiere allerdings von Anbieter zu Anbieter.

Verpflichtend sind Angaben über die Leistung im Todesfall sowie die Summe, die nach unveränderter Fortführung des Vertrages bei dessen Ablauf gezahlt wird. Genannt werden muss auch der Betrag, den Versicherte bei Verzicht auf Zahlung weiterer Beiträge erhalten würden, sowie der aktuelle Rückkaufswert des Vertrages. (dpa-AFX)

Foto: Policen Direkt 

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