18. März 2020, 14:48
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Universa erzielt zweitbestes Geschäftsergebnis

Die Universa blickt nach vorläufigen Zahlen auf eines ihrer erfolgreichsten Geschäftsjahre zurück. Der Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit konnte vor allem in den Bereichen Krankenzusatz, Fondsrente und Berufsunfähigkeit zulegen. 

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Michael Baulig arbeitet seit 40 Jahren für die Universa

Die Universa Versicherungen konnten ihren Wachstumskurs im Geschäftsjahr 2019 fortsetzten. Die Bruttobeitragseinnahmen stiegen um 3,7 Prozent auf 759,4 Millionen Euro. Aus den Kapitalanlagen wurde ein Ergebnis von 213,2 Millionen Euro (Vorjahr: 175,4) erzielt.

Die gesamten Bruttoleistungen betrugen laut Unternehmensangaben 934,2 Millionen Euro (Vorjahr: 857,4). Unter dem Strich konnte ein Geschäftsergebnis nach Steuern von 116,5 Millionen Euro (Vorjahr: 86,8) erwirtschaftet werden. „Wir haben unser Rekordjahr von 2017 fast erreicht und konnten das zweitbeste Geschäftsergebnis in der Unternehmensgeschichte erzielen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Michael Baulig.

Der Rückstellung für Beitragsrückerstattung, die den versicherten Mitgliedern zugutekommt, wurden 100,6 Millionen Euro (Vorjahr: 73,7) zugeführt. Die Kapitalanlagen stiegen auf 6,4 Milliarden Euro (Vorjahr: 6,1). Das Eigenkapital konnte um 4,9 Prozent auf 299,0 Millionen Euro gestärkt werden. 

Überdurchschnittliches Wachstum in der Krankenversicherung

Die Bruttobeitragseinnahmen in der Krankenversicherung konnten um 3,9 Prozent (Markt: 2,3) auf 613,6 Millionen Euro gesteigert werden. Sehr positiv entwickelte sich im Neugeschäft die Zusatzversicherung.

„Hier konnten wir in allen Bereichen zulegen, vor allem aber weiter bei der Zahnzusatzversicherung, die ohne Gesundheitsfragen abschließbar ist“, sagte Baulig. Die Zahl der vollversicherten Personen blieb mit 140.155 (Vorjahr: 141.383) nahezu konstant. Die Nettoverzinsung aus den Kapitalanlagen stieg auf 3,4 Prozent (Vorjahr: 3,0). Das Eigenkapital konnte um elf Millionen Euro auf 203,9 Millionen Euro gestärkt werden. Die Eigenkapitalquote stieg damit auf 33,2 (Vorjahr: 32,7).  

In der Lebensversicherung konnten vor allem die Segmente Berufsunfähigkeitsversicherung und fondsgebundenen Rentenversicherung zulegen. Die Beitragssumme des selbst abgeschlossenen Neugeschäfts stieg im Vergleich zum Vorjahr um 36,6 Prozent.

Die gebuchten Bruttobeiträge wuchsen um 3,5 Prozent auf 118,8 Millionen Euro. Erfreulich ist die Entwicklung bei den laufenden Beiträgen, die um 3,3 Prozent (Markt: 0,2) gesteigert werden konnten. „Hier sieht man, dass sich immer mehr Verbraucher bei der langfristigen Vorsorge für unsere vorteilhaften Produkte entscheiden“, erklärte Baulig.

Im Geschäftsjahr 2019 konnte ein Kapitalanlageergebnis von 40,4 Millionen Euro (Vorjahr: 34,9) erzielt werden. Ausschlaggebend für den Anstieg der Ergebnisse waren positive Performancebeiträge eines breiten Spektrums von Asset-Klassen innerhalb der Wertpapierspezialfonds und steigende Erträge aus Beteiligungen. Die Zinszusatzreserve, die der dauerhaften Erfüllbarkeit von garantierten Leistungen dient, wurde um 8,1 Millionen Euro auf 99,6 Millionen Euro gestärkt. Die Eigenkapitalquote betrug 42,5 (Vorjahr: 41,2). 

Die Bruttobeitragseinnahmen der Universa Allgemeine, die das Geschäft der Schaden- und Unfallversicherung betreibt, blieben mit 27,0 Millionen Euro (Vorjahr: 27,1) nahezu konstant. Das Kapitalanlageergebnis konnte auf drei Millionen Euro (Vorjahr: zwei Prozent) gesteigert werden.

Dadurch erhöhte sich die Nettoverzinsung aus Kapitalanlagen auf 3,8 Prozent (Vorjahr: 2,6). Die Brutto-Schadenkostenquote liegt mit 87,6 weiter unterhalb der des Marktes (Markt: 93). Im Neugeschäft konnte die uniVersa in allen Sparten zulegen. Die Unfallversicherung bleibt mit einer Beitragseinnahme von 10,5 Millionen Euro die bedeutendste Sparte. Im aktuellen Jahr erwartet Baulig eine weitere Steigerung des Neugeschäfts.

Veränderte Kundenbedürfnisse

Wie der Rest der Branche sieht sich auch die Universa mit dem dem digitalen Wandel konfrontiert: „Versicherte und Geschäftspartner erwarten heute einfache, schnelle und digitale Prozesse“, sagte der Vorstandsvorsitzende. Hierzu hat die Universa ihre Digitalkompetenz in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut.

Anträge können per elektronischer Unterschrift eingereicht oder bei einfachen Produkten gleich online gestellt werden. „Bei Bestandsaktionen bekommen wir rund 94 Prozent der Anträge papierlos“, erklärte Baulig. In der Krankenversicherung würden mittlerweile 55 Prozent der Versicherten ihrer Leistungsbelege elektronisch einreichen.

Mit 1,5 Millionen Euro hat sich die Universa im vergangenen Jahr an einem Startup-Fonds für digitale Gesundheitsinnovationen beteiligt. Damit sollen unter anderem digitale Gesundheitsanwendungen, Telemedizin und die Digitalisierung der Pflege gefördert werden. (dr)

Foto: Universa

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