Krankenversicherung: Höherer Zusatzbeitrag auch für Rentner

Der durchschnittliche Extrabeitrag ist von 1,1 auf 1,3 Prozent gestiegen. Doch die Rentenversicherung beteiligt sich – auch bei freiwillig Versicherten.

Der durchschnittliche Zusatzbeitrag in der Krankenversicherung der Rentner (KVdR) ist seit dem 1. Januar gestiegen – von 1,1 Prozent auf 1,3 Prozent. Das führt zu einem erhöhten Beitragszuschuss bei privat Krankenversicherten, die eine Rente beziehen. Für freiwillig in der landwirtschaftlichen Krankenversicherung Versicherte ergibt sich ebenfalls ein höherer Zuschuss.

Beitragszuschuss von gesetzlicher Rentenversicherung

Rentner, die privat oder freiwillig krankenversichert sind, können auf Antrag von der gesetzlichen Rentenversicherung einen Beitragszuschuss erhalten. Die Deutsche Rentenversicherung rät, diesen Zuschuss gleich zusammen mit der Rente zu beantragen.

Die Höhe des Zuschusses für freiwillig Krankenversicherte hängt vom allgemeinen Beitragssatz zur Krankenversicherung und dem Zahlbetrag ihrer Rente ab. Dieser Beitragssatz beträgt zurzeit 14,6 Prozent und wird zur Hälfte – also in Höhe von 7,3 Prozent – von der Rentenversicherung übernommen. Auch der individuelle Zusatzbeitrag der Krankenkasse wird zur Hälfte von der Rentenversicherung übernommen. Der Beitrag zur Pflegeversicherung muss selbst getragen werden.

Auch PKV-Versicherte haben Anspruch

Privat Krankenversicherte können ebenfalls einen Zuschuss beantragen. Dieser wird zunächst wie bei freiwillig Versicherten berechnet, aber maximal in Höhe der Hälfte der Versicherungsprämie gezahlt. Für Rentner, die in der gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert sind, übernimmt die Rentenversicherung automatisch den halben Krankenversicherungsbeitrag. Ein Antrag ist nicht nötig. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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