Positive Bilanz für 2021: Barmenia steigert Beiträge um 11,5 Prozent

Foto: Barmenia
Der Barmenia Vorstand (v.li.): V. l . n. r.: Frank Lamsfuß, Carola Schroeder, Dr. Andreas Eurich, Ulrich Lamy

Die Barmenia-Versicherungsgruppe hat die Bilanz für das Geschäftsjahr 2021 vorgelegt. Alles in allem verzeichnete die Wuppertaler Versicherungsgruppe ein Beitragsplus von 11,5 Prozent auf über 2,6 Milliarden Euro. „Auch das Jahr 2021 war in jeder Hinsicht anspruchsvoll. Trotzdem konnten wir unsere Geschäftsergebnisse noch einmal ausbauen und unsere gesteckten Ziele erreichen“, bilanziert Barmenia Vorstandsvorsitzender Andreas Eurich.

Insbesondere die Sachversicherungssparte entwickelte sich äußert positiv. Wachstumstreiber waren Haftpflicht- sowie Hausrat- und Wohngebäudeversicherung und die Tierversicherung. Die gebuchten Bruttobeiträge wuchsen im abgelaufenen Geschäftsjahr um 8,8 Prozent auf 244 Millionen Euro; die Zahl der Verträge steigerte sich um 10,6 Prozent auf 1.337.040 Stück. Damit entwickelte sich die Allgemeine erneut deutlich besser als der Markt.

Auf der Schadenseite waren die Schäden durch Starkregen und Hochwasser infolge des Sturmtiefs „Bernd“ prägend. Sie sorgten dafür, dass sich die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle der Barmenia Allgemeine um 30,8 Prozent auf 169,9 Millionen Euro steigerten. Dennoch war das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung mit 1,7 Millionen Euro positiv.

Barmenia Kranken: Bestandszuwachs in der Zusatzversicherung, Abrieb in der Vollversicherung

Mit einem Bestandszuwachs von 28,4 Prozent auf nunmehr über 1.804.000 Versicherte entwickelte sich die Krankenversicherung stark im Markt. Darin enthalten sind 1.504.000 Personen aus der Krankheitskosten-Ergänzungsversicherung.

In der Krankheitskosten-Vollversicherung verringerte sich der Bestand und verzeichnete 299.581 versicherte Personen (minus 0,3 Prozent). Die gebuchten Brutto-Beiträge erhöhten sich im Geschäftsjahr so um 12,1 Prozent auf 2.082,6 Millionen Euro. Die Gründe hierfür liegen nach Unternehmensangaben in einer Tarifanpassung sowie einem sehr guten Neugeschäft in der Krankheitskosten-Ergänzungsversicherung (plus 16,2 Prozent).

83.000 leistungsfrei gebliebene Kunden in der Krankheitskosten-Vollversicherung erhielten aus der erfolgsabhängigen RfB im abgelaufenen Geschäftsjahr 65,6 Millionen Euro (Vorjahr: 65,6 Millionen Euro) zurück. Das versicherungsgeschäftliche Ergebnis erhöhte sich um 49 Prozent von 180,6 auf 269,1 Millionen Euro.

Die arbeitgeberfinanzierte tarifliche Pflegevorsorge, Care Flex Chemie, die die Barmenia Krankenversicherung AG gemeinsam mit der R+V anbietet, ist nach Unternehmensangaben erfolgreich und verzeichnete im ersten Jahr mehr als 400.000 Versicherte. Aufgrund der ungebrochen hohen Nachfrage in der betrieblichen Krankenversicherung erwarten die Wuppertaler in diesem Geschäftsfeld weiter gute Impulse.

Barmenia Leben: Nachfrage nach fondsgebundenen Rentenversicherungen

Die Barmenia Lebensversicherung wies auch im Jahr 2021 eine gute Bestandsentwicklung aus. Maßgeblich für diese positive Entwicklung war die hohe Nachfrage nach Fondsprodukten. Der Absatz steigerte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 72 Prozent.

Die erzielte Beitragssumme lag bei 1.342,4 Millionen Euro nach 1.077,2 Millionen Euro im Jahr 2020. Das Annual Premium Equivalent (APE) legte ebenfalls zu, von 34,6 auf 43,2 Millionen Euro. Die gebuchten Bruttobeiträge erreichten 286,7 Millionen Euro (Vorjahr: 262 Millionen Euro). Die darin enthaltenen laufenden Beiträge (233,6 Mio. Euro) wuchsen um 6,3 Prozent.

Ukraine-Krieg, hohe Inflationsrate und volatile Kapitalmärkte: Unsichere Perspektiven

Nach zwei Jahren Pandemie und einer leichten wirtschaftlichen Erholung im letzten Jahr hatte der Wuppertaler Versicherer auf eine weitere Entspannung in diesem Jahr gehofft. Der Krieg in der Ukraine habe die Situation verändert. So könne es durchaus sein, dass sich die Ukraine-Krise auch auf die Branche auswirken. Schon heute werde die Inflation getrieben von hohen Gas- und Ölpreisen, und die Debatten um Öl- und Gasembargos zeigten, dass das Risiko insgesamt deutlich gestiegen sei, betont der Versicherer.

Zu beobachten seien zudem aktuell steigende Inflationsraten, ein vermindertes Wirtschaftswachstum und Volatilität an den Kapitalmärkten. Wir werden diese Entwicklungen so gut wie möglich mit konkreten Maßnahmen begleiten. Das angelaufene Jahr ist für uns sehr zufriedenstellend gestartet“, kommentiert Andreas Eurich, Vorstandsvorsitzender der Barmenia Versicherungen, die momentane Lage.

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