Elementarschäden: Vier Fünftel der Hausbesitzer votieren für Pflichtversicherung

Foto: Picture Alliance
In Rheinland-Pfalz, dem Bundesland, das besonders schwer von der Sturzflut im vergangenen Sommer betroffen war, beträgt die Versicherungsdichte lediglich 37 Prozent.

Die Flutkatastrophe an Ahr und Erft hat zu einem Umdenken bei Immobilienbesitzern geführt. Fast 80 Prozent sprechen sich für eine Pflichtversicherung bei Elementarschäden aus, wie eine aktuelle Umfrage nun zeigt.

Nach der Flutkatastrophe 2021 gibt es unter Deutschlands Hausbesitzern einer Umfrage zufolge keinen großen Widerstand gegen eine Pflichtversicherung für Elementarschäden. In einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Onlineportals Verivox haben sich fast 80 Prozent der teilnehmenden 1.024 Hausbesitzer für eine solche Versicherungspflicht ausgesprochen, wie das Heidelberger Unternehmen mitteilte. Ausdrücklich dagegen sprachen sich 16 Prozent aus.

Befragt wurden die Hausbesitzer Ende Februar vom Meinungsforschungsinstitut Innofact. Über eine Pflichtversicherung gegen Elementarschäden wird seit Jahrzehnten ergebnislos diskutiert – das Thema kommt nach jedem größeren Hochwasser auf die politische Tagesordnung, um dann wieder zu verschwinden.

Die Standard-Gebäudeversicherung deckt zwar Sturm- und Hagelschäden ab, nicht aber Hochwasser, Überschwemmungen oder auch Schäden durch Schnee. Versicherungen verkaufen die Elementarpolicen als Zusatz zum Gebäudeschutz, der Preis variiert je nach Hochwasserrisiko. In häufig überschwemmten Gebieten können Hausbesitzer in der Regel gar keine Elementarversicherung abschließen, oder nur zu sehr hohen Preisen.

Unwetterschäden sind aber laut Umfrage keine Seltenheit mehr. Der Erhebung zufolge haben bereits 39 Prozent der befragten Hausbesitzer wetterbedingte Schäden an ihrem Heim erlitten, allein 13 Prozent sogar im Laufe des vergangenen Jahres. (dpa-AFX)

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