Anzeige
Anzeige
10. Oktober 2014, 15:59
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Fubus-Genussrechtsinhaber werden anderen Gläubigern gleichgestellt

Der Insolvenzverwalter der zur Dresdener Infinus-Gruppe gehörenden Unternehmens Future Business (Fubus), Bruno M. Kübler, wird die Forderungen der Genussrechts-Gläubiger als erstrangig behandeln.

Infinus: Fubus-Genussrechts-Inhaber sind Gläubiger ersten Ranges

Bruno M. Kübler: “Genussrechts-Gläubiger werden genauso behandelt wie Gläubiger von Orderschuldverschreibungen.”

Dies teilte Insolvenzverwalter Kübler am 8. Oktober im Rahmen einer außerordentlichen Gläubigerversammlung für Gläubiger von Genussscheinen und Genussrechten mit, die das Amtsgericht Dresden zur Wahl eines gemeinsamen Vertreters der Genussrechtsgläubiger einberufen hatte.

Genussrechts-Gläubiger wählen Vertreter

Die Gläubiger von Genussscheinen und Genussrechten, die in insgesamt 2.194 Serien über die Wahl eines gemeinsamen Vertreters abgestimmt hatten, sprachen sich in 834 Serien für einen gemeinsamen Vertreter aus. In diesen Serien wurden insgesamt fünf personenverschiedene gemeinsame Vertreter gewählt.

Die Fubus hatte im Zeitraum bis 2006 neben Schuldverschreibungen auch Genussscheine sowie ab 2006 auch Genussrechte ausgegeben. Bestandteil der Emissionsprospekte war eine Nachrangklausel, die Forderungen aus solchen Genussrechten als nachrangig gegenüber allen anderen Ansprüchen von Gläubigern im Insolvenzfall festlegte.

Gutachten stellt Unwirksamkeit der Nachrangklausel fest

Kübler hatte ein Rechtsgutachten beim Hamburger Zivilrechtsprofessor Reinhard Bork von der Universität Hamburg in Auftrag gegeben, da er an der Wirksamkeit dieser Nachrangklausel zweifelte. Das Gutachten bestätigt diese Zweifel und kommt zum Ergebnis, dass die Nachrangklausel unwirksam ist.

“Vor dem Hintergrund der überzeugenden Ausführungen des Gutachtens werde ich die Forderungen der Genussrechts-Gläubiger gegen Fubus nicht als nachrangig, sondern als “normale” Insolvenzforderungen betrachten”, so Kübler. “Die Genussrechts-Gläubiger werden damit genauso behandelt wie die Gläubiger von Orderschuldverschreibungen.” Für die Genussrechts-Gläubiger bedeutet dies, dass ihre vertraglichen Forderungen in voller Höhe vom Insolvenzverwalter festgestellt und zur Masse angemeldet werden können.

 

Seite zwei: Gläubiger-Gruppen müssen sich einigen

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform - IDD

Ab dem 15. Dezember im Handel!

Cash. 12/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Flaggschiff-Fonds – IDW S4-Standard – Crowdinvesting – Bankenwelt

Versicherungen

US-Geschäft: Kapitalerleichterungen für Rückversicherer

Europas Rückversicherungsbranche kann sich auf einfachere Geschäfte in den USA einstellen. Die Vereinigten Staaten und die Europäische Union haben sich nach mehr als zwanzigjährigen Verhandlungen auf den Wegfall von Vorschriften geeinigt.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Beratung ist nicht alles

Wie viel ist Beratung in der Baufinanzierung wert? “Gute” Beratung wird zunehmend zum erwarteten Standard – wie stellt man sich darauf ein?

Kolumne von Joachim Leuther, BS Baugeld Spezialisten

mehr ...

Investmentfonds

Versorgeraktien stehen unter Strom

In den vergangenen Jahren wurden Versorger an der Börse massiv abgestraft. Dabei werden diese Firmen besonders von der Elektromobilität profitieren. Gastkommentar von Uwe Zimmer, z-invest Gmbh

mehr ...

Berater

BCA: Wüstenbecker verkauft Aktien

Wie der Oberurseler Maklerpool BCA mitteilt, veräußern Unternehmensgründer Jens Wüstenbecker und die Wüstenbecker GmbH & Co. KG ihre Aktien an der BCA AG. Vorübergehend übernimmt demnach die BBG aus Bayreuth das gesamte Aktienpaket. Mittelfristig soll es an weitere Unternehmen aus der Versicherungs- und Investmentbranche veräußert werden.

mehr ...

Sachwertanlagen

Klumpe Rechtsanwälte: Neue Struktur, mehr Service

Die 1982 von Rechtsanwalt Werner Klumpe gegründete Anwaltskanzlei KSP mit Sitz in Köln firmiert seit dem 1. Januar 2017 unter dem Namen “Klumpe Rechtsanwälte” und hat sich neu positioniert.

mehr ...

Recht

Rentenberater muss Gewerbesteuer zahlen

Die Einkünfte eines selbstständigen Rentenberaters unterliegen der Gewerbesteuer. Sein Berufsbild entspricht nicht den Vergleichsberufen Steuerberater oder Rechtsanwalt. Dies entschied das Finanzgericht Düsseldorf in einem aktuellen Urteil.

mehr ...