Anzeige
13. Januar 2015, 09:38
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

OLG-Urteil: Vertriebsbemühungen einer Schweizer Bank begründen Gerichtsbarkeit in Deutschland

Eine Einladung zu einer Bodensee-Dampfschifffahrt kann den internationalen Gerichtsstand für eine Klage gegen eine schweizerische Bank in Deutschland begründen, so ein aktuelles Urteil des Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart.

Gastbeitrag von Oliver Renner, Rechtsanwälte Wüterich Breucker

OLG-Urteil

Ein Einladungsschreiben der verklagten schweizerischen Bank an Vermittler in Deutschland zu einer Bodensee-Dampfschifffahrt reicht als hinreichender Impuls aus, den deutschen Markt über Vermittler zu erschließen.

In dem vorliegenden Fall haben Anleger auf Empfehlung eines deutschen Anlageberatungsunternehmens hin Gelder, die aus einer Auflösung von Lebensversicherungen und Bausparverträgen resultieren, in verschiedene Fondsanlagen investiert.

Hierzu begaben sich die Kläger zur Depoteröffnung in die Filiale der Beklagten, einer schweizerischen Bank. Dort wurde das Depot eröffnet und zudem ein Fremdkapitaldarlehen in Schweizer Franken zur Investition in Fonds abgeschlossen. Vor Abschluss dieser Verträge bestand zwischen den Anlegern und der Bank keinerlei Kontakt.

Schadensersatz wegen Falschberatung

Die schweizerische Bank hatte im Vorfeld mittels einer vor dem Vertragsabschluss organisierten Bodensee-Dampfschifffahrt zu verschiedenen Banken sowie auch zu den deutschen Beratern Kontakt hergestellt. Anlässlich dieser Einladung sind den deutschen Beratern die Mechanismen des angewendeten Hebelgeschäfts plausibel gemacht worden.

Die Kläger hatten die schweizerische Bank am Landgericht (LG) Heilbronn auf Schadensersatz wegen Falschberatung verklagt. Das LG hatte die Klage abgewiesen, da eine internationale Zuständigkeit in Deutschland nicht gegeben wäre. Hiergegen haben die Kläger Berufung eingelegt.

Seite zwei: Bodensee-Dampfschifffahrt hinreichender Impuls

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien


Ab dem 26. Januar im Handel.

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform

Versicherungen

Insurtechs: Über 80 Millionen US-Dollar für deutsche Start-ups

Im Jahr 2016 haben die deutschen Insurtechs in Finanzierungsrunden mehr als 80 Millionen US-Dollar eingesammelt. Das geht aus einer Untersuchung des Münchener Fintech-Start-ups Finanzchef24 hervor. Demnach hat sich das Finanzeriungsvolumen im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt.

mehr ...

Immobilien

Baufi Secure: Neues Absicherungsprodukt für Immobiliendarlehen

Was geschieht, wenn Immobilienkäufer ihre Darlehensraten aufgrund von Krankheit oder Arbeitslosigkeit nicht mehr bedienen können? Das Produkt Baufi Secure will die Immobilienfinanzierung flexibel absichern.

mehr ...

Investmentfonds

Merck Finck sieht Rückenwind für Aktien

Kurz vor der Amtseinführung von Donald Trump sind vermehrt kritische Stimmen von der Investmentseite laut geworden. Merck Finck blickt der kommenden Handelswoche dennoch optimistisch entgegen.

mehr ...

Berater

WhoFinance und Defino bauen Kooperation aus

Wie das Bewertungsportal WhoFinance und das Defino Institut für Finanznorm mitteilen, haben sie ihre beiden Portale eng miteinander vernetzt. Dadurch sollen Finanzberater und Vermittler künftig die Qualität ihrer Beratung noch besser im Internet darstellen können.

mehr ...

Sachwertanlagen

Doric zieht positive Bilanz für 2016

Quadoro Doric hat mit der kernsanierten Büroimmobilie Trappenburch in Utrecht eine weitere Immobilie für den offenen Spezial-AIF Vescore Sustainable Real Estate Europe übernommen und damit das Jahr 2016 erfolgreich abgeschlossen.

mehr ...

Recht

LV-Verträge als Kreditsicherung: Widerspruchsrecht verwirkt

Werden Lebensversicherungsverträge zur Immobilienfinanzierung eingesetzt, kann das Widerspruchsrecht des Versicherten verwirkt sein, auch wenn die Widerspruchsbelehrungen der Policen nicht korrekt sind. Knackpunkt ist die Bedeutung der Policen als Sicherungsmittel.

mehr ...