Anzeige
28. November 2012, 08:22
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Hohe Mieten zwingen zum Sparen oder Umziehen

Steigende Mieten bringen viele deutsche Haushalte an die Belastungsgrenze: Laut einer TNS-Infratest-Umfrage will knapp die Hälfte der Mieter deshalb bei Strom- und Energieverbrauch sowie Konsumausgaben zu sparen. Jeder Vierte plant als Reaktion darauf, eine preisgünstigere Wohnung zu suchen.

Mieten-quer in Hohe Mieten zwingen zum Sparen oder Umziehen

Der Studie des Marktforschungsinstituts zufolge, die im Auftrag der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) erstellt wurde, betrifft diese Reaktion nicht nur Haushalte mit geringen Einkommen, sondern zunehmend auch die Mittelschicht. Insbesondere Befragte mit mittleren Haushaltsnettoeinkommen zwischen 1.500 und 2.000 Euro (32 Prozent) sowie 2.000 und 2.500 Euro (35 Prozent) beabsichtigen demnach den Wechsel in ein günstigeres Wohnobjekt.

Immerhin 18 Prozent der Deutschen erwägen den Erwerb einer Wohnimmobilie, um dem rasanten Anstieg der Mieten zu begegnen. Dieser Wunsch ist den Untersuchungsergebnissen zufolge insbesondere in der Altersgruppe der 30-39jährigen ausgeprägt (30 Prozent). Der Umzug aufs Land ist für die meisten jedoch keine Option (acht Prozent).

In Sachen Mietpreisentwicklung sind sich die Deutschen einig: Neun von zehn Mietern schätzen diese laut der Studie für die kommenden zwei Jahre pessimistisch ein. Mehr als jeder Zweite (55 Prozent) rechnet mit einem deutlichen Anstieg der Mietbelastung, 34 Prozent erwarten zumindest ein leicht höheres Niveau. Die Bewohner der ostdeutschen Bundesländer (66 Prozent) gehen dabei häufiger von einem deutlichen Anstieg der Wohnkosten aus als die Menschen in Westdeutschland (53 Prozent).

Für viele Bundesbürger ist die finanzielle Belastung für das Wohnen der Untersuchung zufolge schon jetzt hoch. Fast drei Viertel (71 Prozent) aller Befragten geben an, dass heute zwischen zehn bis 30 Prozent mehr für das Wohnen als noch vor fünf Jahren aufgewendet werden muss. Laut TNS-Infratest muss jeder Haushalt in Deutschland im Durchschnitt ein Drittel des zur Verfügung stehenden Haushaltsnettoeinkommens dafür ausgeben – bei Mietern sind es im Schnitt 37 Prozent. In den unteren Einkommensgruppen schlagen die Aufwendungen für die Miete gemäß den Untersuchungsergebnissen noch stärker zu Buche. Deutsche mit einem Haushaltsnettoeinkommen von weniger als 1.000 Euro wenden im Durchschnitt 43 Prozent ihres zur Verfügung stehenden Geldes für das Wohnen auf.

Steigende Energiepreise als Hauptursache steigende Wohnkosten

Stärkster Preistreiber der drastischen Mietsteigerungen sind für 87 Prozent der Deutschen die hohen Energie- und Stromkosten sowie die gestiegenen Nebenkosten, etwa für Wasser, Müllabfuhr sowie Grundsteuern (69 Prozent). Als weitere wesentliche Kostentreiber gelten teure Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen (62 Prozent), deren Kosten der Vermieter auf die Mieten umlegen kann. Schuld sind aber nach Ansicht der Befragten nicht allein die steigenden Energiepreise. Auch die aktuell große Nachfrage nach Wohnraum (59 Prozent) zählt zu den Ursachen der Kostensteigerung. Weitere Gründe sind nach Ansicht der Befragten die verstärkte Immobilien-Nachfrage aufgrund der Euro-Krise (48 Prozent) und der nicht ausreichende Neubau von Wohnraum (44 Prozent).

Seite 2: Die Deutschen fordern gesetzliche Energiepreis-Bremse und Mietobergrenzen

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien


Ab dem 26. Januar im Handel.

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform

Versicherungen

Insurtechs: Über 80 Millionen US-Dollar für deutsche Start-ups

Im Jahr 2016 haben die deutschen Insurtechs in Finanzierungsrunden mehr als 80 Millionen US-Dollar eingesammelt. Das geht aus einer Untersuchung des Münchener Fintech-Start-ups Finanzchef24 hervor. Demnach hat sich das Finanzeriungsvolumen im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt.

mehr ...

Immobilien

Baufi Secure: Neues Absicherungsprodukt für Immobiliendarlehen

Was geschieht, wenn Immobilienkäufer ihre Darlehensraten aufgrund von Krankheit oder Arbeitslosigkeit nicht mehr bedienen können? Das Produkt Baufi Secure will die Immobilienfinanzierung flexibel absichern.

mehr ...

Investmentfonds

Merck Finck sieht Rückenwind für Aktien

Kurz vor der Amtseinführung von Donald Trump sind vermehrt kritische Stimmen von der Investmentseite laut geworden. Merck Finck blickt der kommenden Handelswoche dennoch optimistisch entgegen.

mehr ...

Berater

WhoFinance und Defino bauen Kooperation aus

Wie das Bewertungsportal WhoFinance und das Defino Institut für Finanznorm mitteilen, haben sie ihre beiden Portale eng miteinander vernetzt. Dadurch sollen Finanzberater und Vermittler künftig die Qualität ihrer Beratung noch besser im Internet darstellen können.

mehr ...

Sachwertanlagen

Doric zieht positive Bilanz für 2016

Quadoro Doric hat mit der kernsanierten Büroimmobilie Trappenburch in Utrecht eine weitere Immobilie für den offenen Spezial-AIF Vescore Sustainable Real Estate Europe übernommen und damit das Jahr 2016 erfolgreich abgeschlossen.

mehr ...

Recht

LV-Verträge als Kreditsicherung: Widerspruchsrecht verwirkt

Werden Lebensversicherungsverträge zur Immobilienfinanzierung eingesetzt, kann das Widerspruchsrecht des Versicherten verwirkt sein, auch wenn die Widerspruchsbelehrungen der Policen nicht korrekt sind. Knackpunkt ist die Bedeutung der Policen als Sicherungsmittel.

mehr ...