3. Dezember 2012, 12:48

Super, Mega, China

Die Unternehmensberatung Frost & Sullivan hat eine Studie zum Megamarkt China veröffentlicht. Danach wird China im Jahr 2025 voraussichtlich die größte Volkswirtschaft der Welt mit einem nominalen Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 38 Billionen US-Dollar sein.

Wirtschaft China

Angetrieben von einer schnellen Urbanisierung, einem günstigen unternehmerischen Umfeld, enormen Investitionen in die Infrastruktur und der größten Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter transformiere sich die chinesische Wirtschaft letztlich selbst von der Fertigungsstätte der Welt zu einem der weltweit größten Verbrauchermärkte, so die Studie von Frost & Sullivan, die über zehn entscheidende Megatrends identifiziert haben will, die die nominale BIP-Wachstumsrate Chinas bis zum Jahr 2020 auf rund 16 Prozent ansteigen lassen soll.

Megastädte zentrale Knotenpunkte

Urbanisierung sorge für einen räumlichen Wandel des Landes und lasse 13 Megastädte, 4 Megaregionen und 6 Megakorridore bis zum Jahr 2025 entstehen. Die Megastädte werden zu zentralen Knotenpunkten für Handels- und Geschäftsaktivitäten heranwachsen und im Jahr 2025 fast 6,24 Billionen US-Dollar zum chinesischen Bruttoinlandsprodukt beitragen.

„Im Jahr 2025 werden schätzungsweise 921 Millionen Menschen bzw. 65,4 Prozent der chinesischen Bevölkerung in Städten leben; das entspricht dem 2,6-Fachen der US-amerikanischen Gesamtbevölkerung”, erläutert Frau Archana Amarnath, Programme Managerin der Visionary Innovation Research Group von Frost & Sullivan.

„Das Wachstum der chinesischen Megastädte unterstützt zudem die an Wichtigkeit zunehmende Rolle Asiens als Finanzzentrum der Welt.“ In der Tat geht man davon aus, Hongkong und Shanghai im Jahr 2020 zwei der fünf wichtigsten Finanzzentren weltweit sein werden.

Die Macht der Gen Y

Neben der Urbanisierung wird auch die demographische Zusammensetzung der chinesischen Gesellschaft als ein Schlüsselelement fungieren, das das Wachstum des Landes in den nächsten zehn Jahren antreibt.

China wird die weltweit größte Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter haben. Die jüngere Generation, auch Gen Y (15 bis 34 Jahre alt) genannt, wird 14,6 Prozent (335 Millionen) der Gesamtbevölkerung Chinas im Jahr 2025 ausmachen und damit die gesellschaftlichen Fertigkeiten des gesamten asiatischen Raums untermauern.

China und Indien zusammen werden in den nächsten zehn Jahren rund 37 Prozent der Gen Y-Gesamtbevölkerung im Jahr 2025 ausmachen. Mit seinen 922 Millionen Menschen im arbeitsfähigen Alter (15 bis 64 Jahre) wird China im Jahr 2025 über eine der größten Arbeitnehmerschaften verfügen; das entspricht wiederum etwa 22 Prozent der globalen Gesamtzahl der Menschen im arbeitsfähigen Alter.

Die steigende Mehrheit der städtischen, jungen Konsumenten wird den Bedarf der Zukunft gestalten, und damit auch Innovationen, zukünftige Produkte und Lösungen beeinflussen.

Vernetzte Volkswirtschaft

Angereichert werde das Wachstum innovativer Geschäftsmodelle durch das weitverbreitete Wachstum bei der Vernetzung und digitalen Infrastruktur des Landes. Ein ehrgeiziges Weltraumforschungsprogramm sowie Investitionen in die Breitbandinfrastruktur und mobile Konnektivität würden China zu einer der am besten vernetzten Volkswirtschaften der Welt verwandeln.

„Das vernetzte China wird im Jahr 2025 etwa sieben Milliarden angeschlossener Geräte umfassen, von Handys über Spielkonsolen bis hin zu Autos und Fernsehgeräten”, prognostiziert Amarnath.

Menschen werden über mobile Technologien und soziale Medien eng miteinander in Kontakt stehen. China wird im Jahr 2025 voraussichtlich 1,7 Milliarden Handynutzer haben, wovon mindestens 70 Prozent 3G- oder modernere Standards nutzen werden. Die Nutzer sozialer Netzwerke werden sich mehr als verdoppeln und von 318,8 Millionen im Jahr 2011 auf 791,7 Millionen im Jahr 2025 anwachsen.

In ihrem Bemühen, diese Wachstumsdynamik zu fördern, habe die chinesische Regierung angekündigt, zwischen 2011 und 2015 eine Summe von 2,73 Billionen US-Dollar in Sachanlagen wie Stromversorgung, Bahnstrecken, Straßen, öffentlicher Nahverkehr, Wassertransport, Gewässerschutz, Luftfahrt sowie Telekommunikation zu investieren. (fm)


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1 Kommentar

  1. 10 Jahre Stornohaftung? Da hätte ich als Versicherungsvermittler ja das finanzielle Risiko von 10 Jahren zu tragen. Gibt es Alternativen?

    Kommentar von Artur — 21. Dezember 2014 @ 12:37

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