29. März 2016, 09:10
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Schwellenländer in der Währungskrise:­ werden Importgüter jetzt günstiger?

Verbraucher könnten momentan von Preissenkungen von bis zu 35 Prozent auf viele Waren profitieren. Importeure, die in Ländern wie Südafrika, Mexiko oder Brasilien in Landeswährung einkaufen, bekommen zur Zeit deutlich mehr Waren für ihre Euros als noch vor einem Jahr.

Afrika-Elefanten-750 in Schwellenländer in der Währungskrise:­ werden Importgüter jetzt günstiger?

Die Währungen der Schwellenländer stehen aktuell unter Druck.

Avocados aus Mexiko, Garnelen aus Thailand, Mangos aus Brasilien ­ viele Produkte aus Schwellenländern sind momentan für deutsche Importeure günstig im Einkauf. Der Grund: schwache Währungskurse in vielen Schwellenländern rund um den Erdball.

Besonders von den jüngsten Entwicklungen am Devisenmarkt betroffen sind die Länder Südafrika, Mexiko, Peru und Russland, deren Währungen auf ein Rekordtief gesunken sind. Aber auch den philippinischen Peso, den brasilianischen Real und den malaysischen Ringgit gibt es momentan für deutsche Importeure zum Schnäppchenpreis.

Kursverfall bei Schwellenländer­ Währungen

Für deutsche Importeure ist diese Situation erfreulich: Sie müssen zur Zeit deutlich weniger für die gleiche Menge an Waren zahlen als im Vorjahr. Auf den Einzelhandel hat sich dieser Preisverfall bislang noch nicht ausgewirkt. Dazu Heiko Müller, Deutschland­Chef von Ebury: “Bisher profitieren Verbraucher noch nicht vom günstigen Wechselkursverhältnis, weil der Endpreis durch eine Reihe weiterer Faktoren bedingt wird. So schließen viele Händler beispielsweise langfristige Handelsverträge mit Zeitspannen von einem Jahr und mehr ab.

Das garantiert ihnen für eine fixe Zeitspanne Festpreise, die dabei helfen, das Wechselkursrisiko gering zu halten. Außerdem unterliegen die einzelnen Waren ebenfalls Preisschwankungen, die Währungsschwankungen zum Teil wieder wettmachen. Als dritter Faktor kommt hinzu, dass viele Waren in US-­Dollar oder britischen Pfund gehandelt werden und somit eine volatile Lokalwährung sich nicht direkt auf den Verbraucher auswirkt.”

Anders sieht es in diesem Zusammenhang für Urlauber aus dem Euro-­Raum aus, die dieses Jahr in Schwellenländern Urlaub machen: Durch den Währungswechsel direkt im Zielland dürfen sie sich über einen erheblichen Kaufkraftgewinn freuen. (tr)

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