Anzeige
Anzeige
11. Juni 2012, 18:40
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Pflege-Riester: Die Lösung des Vorsorgenotstands?

Nachdem die Bundesregierung eine steuerliche Förderung für die freiwillige private Pflegevorsorge ab 2013 geplant hat, stellt sich die Assekuranz auf ein wachsendes Neugeschäft ein.

Pflege-Riester
Text: Lorenz Klein

Wenn jemand einen Satz mit den Worten „Die gute Nachricht ist…“ beginnt, dann ahnen wohl nicht nur Pessimisten, dass irgendwo auch eine schlechte Nachricht lauert.

Gernot Kiefer scherte dies offenbar nicht, als er Ende April 2012 die Ergebnisse des dritten Pflege-Qualitätsberichts vorstellte, den der Medizinische Dienst (MDS) seines GKV-Spitzenverbandes ausgewertet hatte.

„Die gute Nachricht ist, dass sich die Qualität der Pflege positiv weiterentwickelt hat. Die Pflegebedürftigen werden heute besser versorgt als noch vor einigen Jahren“, teilte der Verbandschef in Berlin mit.

Bereits im nächsten Satz folgte die Relativierung: „Es gibt aber nach wie vor viel zu tun. Die Tatsache, dass es insgesamt besser geworden ist, heißt nicht, dass es überall gut ist“, ergänzte Kiefer etwas schwammig.

Das Gesagte ließe sich wohl auf die Formel „Viel geschafft, aber noch keinen Durchbruch erzielt“ bringen und steht damit sinnbildlich für die Fortschritte – aber auch für die Versäumnisse – im Bereich Pflege.

Nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) sind derzeit rund 2,46 Millionen Menschen pflegebedürftig. All diese Menschen beziehen Leistungen aus der gesetzlichen oder der privaten Pflegeversicherung – und von Jahr zu Jahr werden es mehr: Das BMG prognostiziert, dass die Zahl der zu betreuenden Personen alle zehn Jahre im Durchschnitt um rund 500.000 anwachsen wird.

Demenz erfährt mehr Beachtung

Für das Jahr 2050 rechnet das Ministerium mit insgesamt 4,37 Millionen Leistungsempfängern. Angesichts dieses Szenarios sind die Forderungen an die Politik, eine umfassende Reform der Pflegeversicherung auf den Weg zu bringen, immer lauter zu hören gewesen – und die Koalition aus CDU/CSU und FDP hat diese vernommen.

Seite zwei: Pflege-Riester: Großer Wurf oder Rohrkrepierer?

Weiter lesen: 1 2 3

Anzeige

1 Kommentar

  1. Ist es nicht wunderbar, der Bund der Versicherten kommt sehr oft zu “vernichteneden Urteilen”. Aber zu selten mit echten und praktikablen Lösungsvorschlägen. Hier müßten die Kollegen mal an sich arbeiten. Liebe Grüße Nils Fischer

    Kommentar von Nils Fischer — 15. Juni 2012 @ 11:43

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform - IDD

Ab dem 15. Dezember im Handel!

Cash. 12/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Flaggschiff-Fonds – IDW S4-Standard – Crowdinvesting – Bankenwelt

Versicherungen

Insurtechs unterzeichnen “Berliner Digital-Erklärung”

Auf Initiative des Maklerpools Blau direkt und des Insurtech-Unternehmens Knip haben am 13. Januar 2017 insgesamt 22 Insurtechs sowie zwei Maklerpools die “Berliner Digital-Erklärung” abgegeben. Ziel der Erklärung ist es, den digitalen Wandel der Branche voranzutreiben.

mehr ...

Immobilien

JLL: Hohe Zuwächse bei den Wohnungsmieten

Die Angebotsmieten für Wohnungen haben nach Angaben von Jones Lang LaSalle (JLL) in 2016 den höchsten Zuwachs der vergangenen Jahre verbucht. Der größte Anstieg wurde in Berlin registriert.

mehr ...

Investmentfonds

VanEck: 2017 markiert Start eines Gold-Bullenmarktes

Das Investmenthaus VanEck rechnet damit, dass in diesem Jahr eine langfristigen Gold-Hausse einsetzt.

mehr ...

Berater

BCA: Wüstenbecker verkauft Aktien

Wie der Oberurseler Maklerpool BCA mitteilt, veräußern Unternehmensgründer Jens Wüstenbecker und die Wüstenbecker GmbH & Co. KG ihre Aktien an der BCA AG. Vorübergehend übernimmt demnach die BBG aus Bayreuth das gesamte Aktienpaket. Mittelfristig soll es an weitere Unternehmen aus der Versicherungs- und Investmentbranche veräußert werden.

mehr ...

Sachwertanlagen

Klumpe Rechtsanwälte: Neue Struktur, mehr Service

Die 1982 von Rechtsanwalt Werner Klumpe gegründete Anwaltskanzlei KSP mit Sitz in Köln firmiert seit dem 1. Januar 2017 unter dem Namen “Klumpe Rechtsanwälte” und hat sich neu positioniert.

mehr ...

Recht

Rentenberater muss Gewerbesteuer zahlen

Die Einkünfte eines selbstständigen Rentenberaters unterliegen der Gewerbesteuer. Sein Berufsbild entspricht nicht den Vergleichsberufen Steuerberater oder Rechtsanwalt. Dies entschied das Finanzgericht Düsseldorf in einem aktuellen Urteil.

mehr ...