Anzeige
15. Mai 2012, 15:39
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

ITA-Studie: „Riester-Sparen ist sinnvoll“

„Sparen in Riester-Renten ist sinnvoll und lohnt sich“ – so lautet das Fazit einer Langzeit-Studie, die das ITA – Institut für Transparenz in der Altersvorsorge in Berlin vorgestellt hat. Beim besten Anbieter habe es in den letzten zehn Jahren deutlich über sieben Prozent Rendite auf die eingezahlten Beiträge gegeben.

Riester-Rente besser als ihr Ruf„Angesichts der massiven öffentlichen Kritik an der Riester-Rente waren wir selbst ein wenig von diesem überragenden Ergebnis überrascht“, sagt Dr. Mark Ortmann, Gründer und Geschäftsführer des ITA, der im Auftrag des Verbrauchermagazins „Guter Rat“ die Studie „10 Jahre Riester-Rente“ verfasste. Laut Studie hat eine alleinstehende Person mit den untersuchten Riester-Renten über die letzten zehn Jahre zwischen 3,22 und 5,19 Prozent jährliche Rendite erzielt. Ein Riester-Sparer mit einem Kind hat nach ITA-Angaben sogar Renditen zwischen 5,44 und 7,34 Prozent erreicht. Je mehr Kinder ein Riester-Sparer hat, desto höhere Erträge könne er für sich verbuchen.

Einen repräsentativen Anspruch kann die Studie allerdings nicht erheben: Von 43 eingeladenen Anbietern, deren Produkte seit 1. Januar 2002 noch am Markt sind, haben nur sechs Anbieter mit insgesamt acht Produkten an der Studie teilgenommen, erklärt das ITA.

Zudem betonen die Forscher, dass Verträge ohne staatliche Riester-Zulagen nicht an die genannten Erträge heranreichen. Immerhin: Bei allen vom ITA untersuchten Produkten wurde dem Kunden mehr ausgezahlt, als Beiträge eingezahlt und Zulagen gutgeschrieben wurden. Zudem hätten alle Produkte mindestens die Inflation von jährlich durchschnittlich 1,6 Prozent für die Sparer ausgeglichen, teilt Ortmann mit. Dies sei ein „hervorragendes Ergebnis“ – für förderberechtige Anleger bilanziert das ITA: „Sparen in Riester-Renten ist sinnvoll und lohnend.“

Seite 2: ITA kritisiert Transparenz von Riester-Anbietern

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

4 Kommentare

  1. Gestern erst wurde ein Test der verschiedenen Anbieter der Riester Rente veröffentlicht. Da die Riester Rente so umstritten ist und keine mit besser als „gut“ abschnitt denkt nun die Bundesregierung darüber nach, den Riester Check einzuführen und Versicherer dazu verpflichten an diesem teilzunehmen. Die Regierung fordert mehr Transparenz zu Gunsten der Verbraucher.
    Ob nun die Riester Rente eine lukrative Säule der privaten Altersvorsorge ist lässt sich meiner Meinung nach nicht so pauschal sagen. Dennoch find ich das Vorhaben der Regierung klasse und denke, dass die Checkliste für alle Versicherungsprodukte eingeführt werden solle. Hier findet man mehr dazu http://www.finanzen.de/news/13421/private-altersvorsorge-bundesregierung-plant-checkliste-fuer-riester-rente

    Kommentar von Sigrid Fröhlich — 19. September 2012 @ 14:56

  2. Auch ich habe noch keinen getroffen der in die Auszahlung für seinen Riester Vertrag gekommen ist. Aber bei aller Kritik, halte ich den Riester Vertrag als eine wichtige und auch lukrative Säule für die private Altersvorsorge.

    Kommentar von Thomas — 5. September 2012 @ 10:41

  3. Ich stimme zu. Also nicht der Studie, sondern dem Kommentierenden vor mir. Die Ergebnisse sind offenbar zustande gekommen durch Berechnungen, die jeglicher Realität entbehren.

    Kommentar von Arne Lotze — 19. Mai 2012 @ 17:20

  4. Sind denn schon Riesterrenten in der Auszahlung?
    Ich habe noch keinen Vertrag gesehen, bei dem mehr als 2% auf die Eigenanlage hereuskommt.

    Kommentar von Gottfried Rudolf — 16. Mai 2012 @ 13:14

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

VZBV: “Restschuldversicherungen sind maßlos überteuert”

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert, dass Restschuldversicherungen künftig nur noch separat und nicht gekoppelt an Kreditverträge vermittelt werden dürfen. Das sollte nach dem Willen der Verbraucherschützer im Umsetzungsgesetz der EU-Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verankert werden.

mehr ...

Immobilien

Bauhauptgewerbe verzeichnet besten Jahresstart seit 1996

Das Bauhauptgewerbe startet erfolgreich in 2017, es verzeichnete zuletzt vor über 20 Jahren mehr Auftragseingänge zu Beginn eines Jahres. Im Vergleich zum Vormonat Dezember sind die Aufträge jedoch leicht gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Börse tritt auf Kostenbremse

Die Deutsche Börse plant kurzfristig Einsparungen in mindestens zweistelliger Millionenhöhe. Zudem gilt zunächst ein Einstellungsstopp für fast alle Bereiche. Der Konzern reagiert damit auf sinkende Umsätze und das erwartete Scheitern der Fusion mit der London Stock Exchange (LSE).

mehr ...

Berater

Patientenverfügung: BGH präzisiert Anforderungen

Im Einzelfall kann sich die erforderliche Konkretisierung in einer Patientenverfügung auch durch Bezugnahme auf ausreichend spezifizierte Krankheiten oder Behandlungssituationen ergeben – ohne detaillierte Benennung bestimmter ärztlicher Maßnahmen. Das geht aus einem aktuellen Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weitere Ausschüttung für Anleger der Deutschen Finance

Die Geschäftsführung des PPP Privilege Private Partners Fund des Asset Managers Deutsche Finance aus München wird den Anlegern nach einer erfolgreichen Zielfonds-Transaktion für das Geschäftsjahr 2017 eine Vorabausschüttung in Höhe von 15 Prozent vorschlagen.

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...