Anzeige
Anzeige
17. Januar 2013, 12:03
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Umfrage: Deutsche verzichten eher auf Altersvorsorge als auf Hausratversicherung

Wenn die Deutschen ihren Versicherungsschutz reduzieren müssten, würden 36 Prozent am ehesten bei Lebensversicherung und Altersvorsorge ansetzen – aber nur 21 Prozent bei der Hausratversicherung. Das ergab eine repräsentative Umfrage der GfK-Marktforschung im Auftrag der Zurich Insurance Group.

Die Altersvorsorge besitzt für viele Deutsche das höchste KürzungspotenzialStudien, bei denen sich in einer Frage gleich zwei verstecken, lassen Raum für Interpretationen – so auch die “europäische Zurich-Studie” mit dem Titel “Wie gehen Sie mit der Wirtschaftskrise um?”. Darin lautet eine Frage: “Bei welcher Versicherung würden Sie Leistungen beziehungsweise Deckung reduzieren oder auf welchen Versicherungsschutz ganz verzichten?” (siehe Grafik unterhalb). Dazu ist anzumerken: Natürlich ist es ein Unterschied, ob beispielsweise die Ablaufleistung einer Lebensversicherung über ein zeitweiliges Aussetzen der Beiträge lediglich reduziert wird, oder ob die Police komplett gekündigt wird – sei es drum.

Deutsche sehen größtes Kürzungspotenzial bei Altersvorsorge

Laut der Studie gaben die meisten Befragten in Deutschland an (36 Prozent), dass sie am ehesten ihre Lebensversicherung beziehungsweise ihre Altersvorsorge reduzieren oder aufgeben würden. Auch die Befragten in der Schweiz (36 Prozent) und Portugal (26 Prozent) halten diesen Versicherungsbereich am häufigsten für vernachlässigbar.

Nur sechs Prozent der Deutschen würden hingegen die Axt bei der Haftpflichtversicherung ansetzen, 13 Prozent bei der (privaten) Krankenversicherung. Bei der gesetzlich vorgeschriebenen Autoversicherung würden 30 Prozent der Bundesbürger nach Sparpotenzial suchen – oder gleich die komplette Prämie durch einen Verzicht aufs Auto einsparen.

Zum Vergößern auf die Grafik klicken

Die Altersvorsorge besitzt für viele Deutsche das höchste Kürzungspotenzial

Bei welcher Versicherung würden Sie Leistungen beziehungsweise Deckung reduzieren oder auf welchen Versicherungsschutz ganz verzichten?                     Quelle: Zurich Insurance Group

Der Vergleich mit den übrigen sechs europäischen Ländern zeigt, dass die Italiener und Russen vor allem ihre Diebstahl- oder Feuerversicherung reduzieren oder aufgeben würden, während die Österreicher an ihrer Autoversicherung sparen (48 Prozent) und die Spanier offenbar wenig Wert auf eine Krankenversicherung legen (59 Prozent).

Beim Versicherer Zurich betont man, dass sich trotz Wirtschaftskrise nichts am Bedürfnis nach einer guten Versicherungsdeckung geändert habe, darin seien sich alle Länder einig. Demnach würden mehr als 90 Prozent der Befragten in den “mediterranen Ländern” Italien, Spanien und Portugal sowie in der Schweiz ihre Versicherungen beibehalten, selbst wenn sie ihr Haushaltsbudget kürzen müssten. In Deutschland sind dazu hingegen “nur” 83 Prozent bereit (siehe Grafik unterhalb). (lk)

Zum Vergößern auf die Grafik klicken

Die Altersvorsorge besitzt für viele Deutsche das höchste Kürzungspotenzial

Wo würden Sie Kosten senken oder wo wären Sie bereit Ihr Familienbudget
zu reduzieren, wenn Ihr Einkommen / Lohn sinken würde? (nur Befragte in Deutschland) Quelle: Zurich Insurance Group

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien


Ab dem 26. Januar im Handel.

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform

Versicherungen

IDD: BVK zufrieden mit Kabinettsentwurf

Wie der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) mitteilt, sieht er sich durch den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Umsetzung der Versicherungsvertriebsrichtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) bestätigt. Wichtige Forderungen des BVK seien umgesetzt worden; dennoch bestehe Nachbesserungsbedarf.

mehr ...

Immobilien

Interhyp: Immobilienkäufer können aufatmen

Die EZB behält ihre Geldpolitik vorerst bei, das legte sie auf ihrer geldpolitischen Sitzung am Donnerstag fest. Daher erwarten Immobilienexperten, dass die Baugeldzinsen zunächst niedrig bleiben, wie aus dem Interhyp-Bauzins-Trendbarometer hervorgeht.

mehr ...

Investmentfonds

Amtsantritt von Donald Trump: Das sagen die Investment-Experten

Die heutige Amtseinführung von Donald Trump ist auch an der Wall Street das Top-Thema. Cash. hat führende Investmentexperten zu ihren Einschätzungen in Bezug auf die Auswirkungen für die Kapitalmärkte befragt.

mehr ...

Berater

IDD: AfW kritisiert Regierungsentwurf

Der Gesetzesentwurf zur Umsetzung der europäischen Vertriebsrichtlinie (IDD) in deutsches Recht hat gestern das Bundeskabinett passiert. Nach Ansicht des AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. hat es die Regierung versäumt, wichtige Änderungen vorzunehmen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Doric zieht positive Bilanz für 2016

Quadoro Doric hat mit der kernsanierten Büroimmobilie Trappenburch in Utrecht eine weitere Immobilie für den offenen Spezial-AIF Vescore Sustainable Real Estate Europe übernommen und damit das Jahr 2016 erfolgreich abgeschlossen.

mehr ...

Recht

LV-Verträge als Kreditsicherung: Widerspruchsrecht verwirkt

Werden Lebensversicherungsverträge zur Immobilienfinanzierung eingesetzt, kann das Widerspruchsrecht des Versicherten verwirkt sein, auch wenn die Widerspruchsbelehrungen der Policen nicht korrekt sind. Knackpunkt ist die Bedeutung der Policen als Sicherungsmittel.

mehr ...