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28. November 2013, 10:08
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BVK kritisiert Pläne zur Honorarberatung im Koalitionsvertrag

Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) moniert die Pläne der künftigen Regierung, die Honorarberatung parallel zur Provisionsberatung zu etablieren und äußert sich vorsichtig positiv zum Koalitionsvertrag und den daraus resultierenden Folgen für die Rolle der Versicherungskaufleute.

BVK-Heinz in BVK kritisiert Pläne zur Honorarberatung im Koalitionsvertrag

Michael H. Heinz, BVK-Präsident: “Unser Berufsstand hat seine Belastungsgrenze erreicht.”

“Angesichts unserer jahrzehntelangen millionenfach erfolgreichen Absicherung von Lebensrisiken unserer Kunden und dem äußerst geringen Bedarf des Marktes für Honorarberatung sehen wir keinen Grund, diese weiter zu präferieren”, argumentiert BVK-Präsident Michael H. Heinz. In diesem Zusammenhang verweist er auf eine jüngst vorgestellte Studie, die einen Rückhgang bei der Zahl von Versicherungsvermittlern  prognostiziert, falls weitere gesetzliche Einschränkungen den Berufsstand träfen.

Keine weiteren Regulierungen

“Die neue Regierung und auch die Medien müssen daher erkennen, dass unser Berufsstand an seiner Belastungsgrenze angekommen ist. Weitere Regulierungen und Berufseinschränkungen können wir nicht verkraften, um noch auskömmlich wirtschaften zu können”, so Heinz weiter. Deshalb werde der BVK dafür eintreten, dass weitere staatliche Eingriffe im Bereich der Vergütungsregeln unterbleiben und dass das Provisionsabgabeverbot gesetzlich verankert werde.

Darüber hinaus begrüßt der BVK die Koalitionspläne, den Status der Versicherungsvermittlung unangetastet zu lassen und die private und betriebliche Altersvorsorge zu stärken. Heinz fordert indes nunmehr Taten, damit der Berufsstand den notwendigen Rückenwind erhalte. Außerdem begrüße der BVK die Pläne der künftigen Regierung, Lösungen gegen die anhaltende Niedrigzinsphase zu erarbeiten. “Wir hoffen, dass die neue Regierung auch im internationalen Umfeld stark genug sein wird, um die Tragfähigkeit dieses bedeutenden Bausteins privater Altersvorsorge für Millionen zu fördern und darauf zu drängen, dass die Vermittlung dieser Produkte weiterhin auskömmlich bleiben kann”, resümiert Heinz. (fm)

Foto: BVK

5 Kommentare

  1. Es gibt einige Punkte, die mich an dieser Diskussion stören – dies möchte ich kurz ausführen. Da ist zunächst der Wind um die Art und Weise wie der Kunde die Beratung bezahlt, meiner Meinung nach zahlt der Kunde so oder so. Das Honorar macht die Sache nur deutlich. Die Provisionsberater stehen offensichtlich nicht hinter Ihrer Dienstleistung (hinter sich Selbst), sonst würden diese kein Problem darin sehen, diese direkt vom Kunden honorieren zu lassen. Die Diskussion um den Schutz des Begriffs “Honorarberatung” ist völlig lächerlich (allen voran der VDH) – was bedeutet denn Honorarberatung? Honorar für was? Was beraten wir? Unterwäsche, Autoteile? Also ist der Begriff schon irreführend. Finanzberatung auf honorarbasis sagt schon mehr aus. In der ganzen Diskussion erkennt man nur, wie sich viele Menschen gegen Veränderung und Fortschritt wehren und Ihre “Schätze” sichern wollen. Auch ein VDH hat Angst um seine Stellung und agiert mit Angst und Drohung!

    Kommentar von Sven — 29. November 2013 @ 10:19

  2. Das Provisionsmodell ist ein veraltetes Modell. Das alte Haudegen sich mit der Unstellung schwer tun, ist normal. Früher hat man die Versicherungsprämie anhand eines Handbuchs und Taschenrechner ausgerechnet und heute mit dem Tablet! Eine Diensleistung wie die Finanzberatung muss wie die Steuer- und Rechtsberatung vom Kunden direkt vergütet werden.

    Kommentar von Davor — 28. November 2013 @ 20:18

  3. Die Kunden bezahlen zu viel an Provision oder Courtage im Provisionsmodell für die erbrachte Arbeit.
    Damit werden die Kunden die nur eine PHV abschließen subventioniert.

    Ich bleibe bei meiner Meinung. Die Beratung auf Provision/Courtage ist betriebswirtschaftlicher Unsinn und der Berater macht sich abhängig und lässt sich vom Vertrieb steuern.

    Die Verbraucher merken aktuell sehr stark was für Provisonen gezahlt werden und fragen im Umkehrschluss warum so viel gezahlt werden muss

    Kommentar von Unbekannt — 28. November 2013 @ 16:45

  4. Der Kommentar von unbekannt ist Unsinn.
    Für den Normalbürger ist die Provisionsberatung die einige Möglichkeit eine Beratung zu bekommen. Die Märchen, dass alle Provisionsvermittler (bin selbst Makler seit 30 Jahren) nicht korrekt arbeiten, nerven einfach nur. Man hat auch nicht alle Fleischhersteller von vom Markt verbannt als es einzelne Skandale gab. Es sind immer einzelne. Man kann dafür nicht alle Vermittler haftbar machen. Die Honorarberatung löst nicht ein Problem. Ganz im Gegenteil.

    Kommentar von D.Vogt — 28. November 2013 @ 16:16

  5. Die ganzen Verbände sollten einfach erkennen das die Uhr für die Provisionsberatung abgelaufen ist.
    Der Karren ist gegen die Wand gefahren.

    Wären die Verbände mal so laut gewesen als die gierigen Großvertriebe die Verbraucher beschissen haben wäre es heute anders.

    Der Honorarberatung gehört die Zukunft! Diese ist zudem für den Berater betriebswirtschaftlich sinnvoller als Provisionen oder Courtagen. Der Berater ist unabhängiger als bisher

    Kommentar von Unbekannt — 28. November 2013 @ 13:19

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