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21. März 2013, 11:59
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Mehr Investitionen für Energiewende: Versicherer sagen ja, aber

Die deutsche Versicherungswirtschaft will ihr finanzielles Engagement in Erneuerbare Energien und Infrastrukturprojekte deutlich ausweiten, knüpft dies aber an Bedingungen. Dies geht aus einem Positionspapier des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor.

Energiewende: Versicherer knüpfen Investitionen an BedingungenUnter anderem fordert der Verband, neue Risikoklassen unter dem künftigen Aufsichtsregime Solvency II zu etablieren. Die Branchenvertreter stören sich daran, dass Investitionen in Energie- und Infrastrukturprojekte wie risikoreiche Investitionen in Hedgefonds oder Private Equity behandelt werden sollen. Dabei seien diese deutlich sicherer, heißt es beim GDV. Man fordere daher eine “eigene adäquate Risikoklasse mit einer deutlich geringeren Eigenmittelunterlegung”.

Mehr Spielraum in der Kapitalanlage erwünscht

Darüber hinaus wünschen sich die Versicherer mehr Handlungsfreiheit bei ihren Kapitalanlageentscheidungen. So sollten beispielsweise Investitionen in infrastrukturspezifische Fonds erleichtert werden, um auch kleinen und mittelgroßen Versicherern ein Engagement in diesem Bereich zu eröffnen.

Da Versicherer verpflichtet sind, das Geld ihrer Kunden sicher anzulegen, sind bislang noch knapp 90 Prozent der etwa 740 Milliarden Euro Versichertenvermögen in konservative Anlagen wie Staatsanleihen, Bundeswertpapiere oder Pfandbriefe investiert.

GDV ist unzufrieden mit Entflechtungsvorschriften 

Verstärkten Nachbesserungsbedarf sieht der GDV zudem bei den europäischen Entflechtungsvorschriften. Nach eigenen Angaben sehen diese eine strikte Trennung der gleichzeitigen Investition in Energieerzeugung und -transport vor. Dadurch würde das potenzielle Finanzierungsvolumen privater Investoren deutlich begrenzt werden, folgert der Verband. Die Vorschriften könnten gelockert werden, ohne dass ihr zentrales Ziel – die Sicherstellung des Wettbewerbs im Energiemarkt – infrage gestellt werde, so der GDV.

Die geforderten “notwendigen regulatorischen Anpassungen” könnten realisiert werden, ohne die öffentlichen Haushalte zu belasten, heißt es. (lk)

Foto: Shutterstock

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