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21. Juni 2013, 14:30
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Pflege-Bahr: Früher Abschluss zahlt sich aus

Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) wertet die staatlich geförderte Pflegezusatzversicherung als großen Erfolg: Demnach wurden bis Ende Mai bereits über 125.000 Pflege-Bahr-Tarife abgeschlossen. Gerd Güssler, Geschäftsführer von KVpro.de, hat analysiert, was die Tarife wirklich leisten.

Pflege-Bahr: Früher Abschluss zahlt sich aus

Nach einer Branchenbefragung durch den PKV-Verband kommen jeden Tag etwa 1.000 neue Pflege-Bahr-Anträge hinzu. Und dies sei erst der Anfang, betonte Verbandschef Reinhold Schulte auf der PKV-Jahrestagung am Mittwoch in Berlin: “Die anbietenden Unternehmen – bislang 24 mit einem Marktanteil von über 80 Prozent in der PKV – haben alle Hände voll damit zu tun, interessierte Bürger beim Aufbau einer privaten Pflegevorsorge zu beraten.” Nach Meinung Schultes werden weitere Anbieter schon bald folgen.

Güssler: Pflege-Bahr bei Verbrauchern noch nicht angekommen

Pflege-Bahr: Früher Abschluss zahlt sich aus

Gerd Güssler, KVpro.de

Gleichwohl berichtet Branchenbeobachter Güssler, dass Umfragen von Branchendiensten und Beratungsunternehmen gezeigt hätten, dass der Pflege-Bahr sowohl bei den Verbrauchern als auch bei den Vermittlern “noch gar nicht richtig angekommen” sei. Die Experten des Freiburger Informationsdienstleisters KVpro.de haben vor diesem Hintergrund die derzeit am Markt befindlichen Pflege-Bahr-Produkte genauer untersucht.

Pflege-Absicherung als Haftpflicht, Teil- und Vollkasko möglich

Um die Orientierung im “Pflege-Dschungel” zu erleichtern und das Thema vor allem für die Verbraucher verständlicher zu machen, gibt Güssler einen kurzen Überblick. Demnach könne man die Pflege-Versicherung, am Beispiel der gesetzlich verpflichtenden Autoversicherung, in eine Haftpflicht-, Teilkasko- sowie Vollkasko-Versicherung unterteilen (siehe Tabelle).

Pflege-Bahr: Früher Abschluss zahlt sich aus

Quelle: KVpro.de

Ein Drittel des Beitrags übernimmt der Staat

Die Leistung des Pflege-Bahrs beträgt mindestens 600 Euro in Pflegestufe III, nach einer ersten Wartezeit von fünf Jahren. Dabei kann jeder Bürger ab 18 Jahre den Pflege-Bahr abschließen. “Es ist auch keine Ablehnung wegen einer Vorerkrankung möglich”, weiß Güssler. Ein Drittel des Beitrags übernimmt der Staat, vorausgesetzt der Verbraucher übernimmt selbst zehn Euro. Von den 15 Euro Beitrag übernimmt der Staat also fünf Euro.

Junge Kunden können “Vollkasko”-Absicherung erzielen

Wer in jungen Jahren kauft, erhält demnach für zehn Euro eigenes und fünf Euro staatliches Geld, eine höhere Leistung als die Älteren für den gleichen Einsatz. “Die Jungen haben einfach mehr Zeit, mit den 15 Euro Beitrag durch den Zinses-Zins-Effekt eine höhere Leistungssumme in der Pflegestufe III zu erreichen, als ältere Menschen”, erklärt Güssler. “Von der Summe der Pflegestufe III leiten sich dann auch die Leistungen der anderen Pflegestufen ab.”

Wer mit 18 Jahren einen Pflege-Bahr abschließt, bekäme so bei Eintritt des Pflegefalls aktuell eine Leistung von 2.180 Euro in Pflegestufe III, rechnet der Versicherungsfachmnann am Beispiel eines Krankenversicherers vor. Zusammen mit den Leistungen der Pflegepflichtversicherung von derzeit 1.550 Euro wäre eine “Vollkasko”-Absicherung möglich, ergänzt Güssler.

Zum Vergrößern auf die Grafik klicken

Pflege-Bahr: Früher Abschluss zahlt sich aus

Quelle: KVpro.de

Auch Ältere sollen profitieren

Aber auch in höherem Alter kann man laut KVpro.de vom Abschluss des Pflege-Bahr noch profitieren. Der Informationsdienstleister hat für die Altersgruppen der 20-, 30-, 40-, 50- und 60-Jährigen die Erstattungen der derzeit angebotenen Pflege-Bahr-Produkte näher untersucht. Das Ergebnis: Jede Altersgruppe kann den für sich jeweils passenden Pflege-Bahr finden, heißt es bei KVpro.de (siehe Tabelle am Beispiel der 30-Jährigen).

“Der Pflege-Bahr ist eine erste Ergänzung zur Pflegepflichtversicherung und sollte je nach persönlicher Prämisse, Vermögensstruktur und Eintrittsalter – und nach entsprechender objektiver Beratung eines Experten – sinnvoll mit anderen Vorsorgeprodukten erweitert werden”, rät Güssler abschließend. (lk)

Pflege-Bahr: Früher Abschluss zahlt sich aus

Quelle: KVpro.de

Foto: KVpro.de

1 Kommentar

  1. Geht doch Easy zu verkaufen heute ebenso.

    Kommentar von Donath — 25. Juni 2013 @ 18:26

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