12. Dezember 2013, 12:14

Studie sieht große Rendite-Unterschiede bei Privat-Renten

Bei klassischen Privat-Renten von Versicherern gibt es große Unterschiede in der Ablaufleistung: Laut einer Analyse des Deutschen Instituts für Service-Qualität (DISQ) lag der Anbieter mit der höchsten monatlichen Auszahlung (inklusive Überschüsse) fast 35 Prozent über dem mit der niedrigsten Summe.

Markus Hamer, DISQ

DISQ-Geschäftsführer Markus Hamer: “Gut 93 Prozent der untersuchten Angebote erreichten gute Ratings.”

Darüber hinaus hat das DISQ die Performance von fondsgebundenen Rentenversicherungen untersucht: Hier erhielten Kunden im besten Fall rund 30 Prozent mehr Geld als im ungünstigsten Fall. In der Studie wurden klassische und fondsgebundene Produkte sowie der Service von 15 großen Versicherern mit Vermittlernetz analysiert.

Allianz vor Aachen-Münchener und Alte Leipziger

In der Kategorie Privat-Rente führt die Allianz das Ranking an (siehe Tabelle). Das Münchener Unternehmen erreichte in der Leistungsanalyse (Rating und Rente) Rang eins. Grund dafür seien die “überdurchschnittlich hohen Rentenbeträge und Ablaufleistungen”, erklärt das DISQ. Details zur Leistungsberechnung nennt das Institut allerdings nicht. Im Service überzeugte die Allianz zudem mit der besten Telefonberatung.

Hinter der Allianz folgt die Aachen-Münchener auf Rang zwei. Dies liege vor allem an den “hohen Auszahlungen bei der klassischen und der fondsgebundenen Rente”, begründen die Marktforscher. Im Service landete der Versicherer durch die beste E-Mail-Bearbeitung und “die sehr gute Beratung vor Ort” auf Platz eins. Die Alte Leipziger erreicht den dritten Rang. Der Anbieter überzeugte die Tester durch ein “hervorragendes Produktrating” bei der fondsgebundenen Rente sowie durch Top-Ergebnisse bei der persönlichen Beratung und der E-Mail-Beantwortung.

E-Mail-Bearbeitung bleibt größtes Manko

Allerdings bleibt die Bearbeitung von E-Mails wie schon im Vorjahr das größtes Manko der Versicherer: Nur knapp drei Fünftel der Anfragen wurden vollständig und strukturiert beantwortet, 40 Prozent der Anfragen blieben sogar unbeantwortet. Auch am Telefon zeigten sich Mängel bei der Beratung, kritisiert das DISQ: “Die Anrufer mussten zu lange warten; zudem fehlte es den Mitarbeitern oft an Kompetenz”. Erfreulich verliefen dagegen die Beratungen vor Ort, loben die Tester. Die Angestellten gingen auf alle Fragen richtig und vollständig ein und verhielten sich dabei freundlich und motiviert.

Insgesamt hätten die Versicherer recht überzeugende Produkte geboten, sagt DISQ-Geschäftsführer Markus Hamer. “Gut 93 Prozent der untersuchten Angebote erreichten gute Ratings.” Die Bewertung erfolgte in Kooperation mit dem Ratingunternehmen Franke und Bornberg. (lk)

Markus Hamer, DISQ

Das DISQ hat die Produktleistung und den Service von 15 Versicherern mit Vermittlernetz miteinander verglichen.

Tabelle und Foto: DISQ


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2 Comments

  1. Wer merkt hier eigentlich überhaupt noch etwas?
    Wann wird endlich begriffen, dass solche Auswertungen das Papier nicht wert sind, auf dem sie gedruckt werden.

    “In der Studie wurden klassische und fondsgebundene Produkte sowie der Service von 15 großen Versicherern mit Vermittlernetz analysiert.”

    15? Von über 90?
    …waren dass jetzt die von Platz 75 bis 90?
    Bitte lasst doch endlich solche Verbraucher- und Vermittler-Stimmungsmache-Verdummung sein.

    Klassische und fondsgebundene “Produkte” (?) in einen Topf zu vermischen, ist ja wie Hauptgang und Nachtisch in einer Schüssel zu zubreiten. Wohl bekomms….

    Eine Zürich-Fondsrenten-Police mit 0% Rentenfaktorgarantie…. Glückwunsch.
    Eine Allianz-Fondsrente je nach Tarif mit 0 – 50% Garantie auf den “garantierten” Rentenfaktor….Glückwunsch

    Wo ist hier eine Continentale? 100% Rentenfaktorgarantie bei der Fondsrente…
    Wo ist hier eine Stuttgarter? Hervorragendes Hybrid-Modell und immerhin 80% Garantie auf den Rentenfaktor….

    Service, Ablaufleistung und e-Mail-Beantwortungserfüllung für zu einer Gesamtplatzierung?

    Schade, dass Tschibo keine Versicherungen mehr vermitteln darf.
    Warum eingentlich nicht?

    P.S. Es lebe der gute Journalismus, es lebe das Fachwissen.
    ….und das alles auf dem Rücken der Unwissenden.

    Kommentar von Alexander Buchholz, Versicherungsmakler — 14. Dezember 2013 @ 14:16

  2. Na, da bleiben aber Fragen offen.
    Hier werden Prognosewerte verglichen, die jederzeit auf dem Rücken der Kunden verändert werden können. Das haben wir doch nun gerade alles hinter uns und fangen schon wieder damit an? Wir sollten die Gesellschaften “pushen”, die Ihre Verantwortung gegenüber dem Kunden (und nicht dem Aktionär) wahren und GARANTIERTE Werte auf hohem Niveau anbieten. Gerade bei der privaten Rente darf die Rentengarantiezeit mit der garantierte Rente multipliziert werden, doch dann stellen Sie Ihre Tabelle aber auf den Kopf!
    Für ein “Institut” finde ich das recht schwach.
    Die Bearbeitung von E-Mailanfragen oder Telefonischer Beratung als Kriterium für Altervorsorgeprodukte mit einzubauen halte ich persönlich für sehr bedenklich. Bei der Kfz- oder Privathaftpflicht mag das noch gehen, aber bei Produkten, mit denen es um lebenslange Versorgungsleistungen geht, sollten solche banalen Kriterien nicht mitspielen, schon gar nicht mit 50%.

    Im Übrigen suggeriert der Text, Sie hätten TATSÄCHLICHE Vergangenheitsleistungen untersucht. Zitat:” Hier erhielten Kunden im besten Fall rund 30 Prozent mehr Geld als im ungünstigsten Fall.” oder “lag der Anbieter mit der höchsten monatlichen Auszahlung (inklusive Überschüsse) fast 35 Prozent über dem mit der niedrigsten Summe.”.
    Das bezweifel ich stark. Es dürfte sich um die aktuellen Hochrechnungen handeln, dazu meine Eingangsbemerkung.
    Wenn ein Versicherer so hervorragend wirtschaftet und sich mit Prognosen über 30 Jahre gerne so weit nach vorne spielt, sollte sich das “Deutsche Institut für Service-Qualität” doch als allererstes fragen, warum die Gesellschaft sich nicht traut, den Kunden (die immer noch die Beiträge zahlen) diese Werte auf hohem Niveau zu garantieren! Der Kunde soll aber das Risiko tragen, damit der Aktionär in Sicherheit ist. Somit sind wir exakt beim Gegenteil des urspünglichen Gedankens der Versicherung angekommen. Das gilt es gerade in der jetzigen Zeit zu bemängeln und nicht zu belobigen!

    Zitat:””Ich bin nicht sicher, ob es alle Versicherer schaffen werden”, sagte der oberste Versicherungsaufseher der Behörde, Felix Hufeld, am Dienstagabend auf einer Veranstaltung an der Universität Frankfurt. Sie litten unter den niedrigen Zinsen und könnten deshalb das benötige Eigenkapital für die neuen Vorschriften nicht aufbauen. “Es könnten fünf oder zehn sein – ich weiß es nicht.” Die BaFin beaufsichtigt in Deutschland mehr als 90 Lebensversicherer. (Quelle: Welt.de 27.11.2013)

    Sie wissen doch, dass im Falle eines Falles nur die GARANTIERTE Werte über die Auffanggesellschaft Protector geschützt sind – die Erfahrung haben wir ja. Auch daher wäre es wünschenswert, Sie lägen Ihren Focus im Sinne der Kunden und ihrer Sicherheit auf die Garantien und nicht die Prognosen.

    Wir legen unseren Interessenten immer sehr nahe, gerade beim Aufbau der privaten Altersversorgung auf die vertraglich garantierten Ansprüche zu achten und stellen dementprechende Marktübersichten zusammen, meist sogar von deutlich mehr als nur 15 Anbietern.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Peter Funke – Hannover 13.12.2013

    Kommentar von Peter Funke — 13. Dezember 2013 @ 13:35

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