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5. September 2013, 10:57
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Knackpunkt BU: Wie gut regulieren Versicherer?

Das Bundesjustizministerium (BMJ) hat die Schadenregulierung der Versicherer zur Diskussion gestellt. Landesjustizverwaltungen, Bundesressorts, Verbraucherschützer und die Versicherungswirtschaft folgten der Einladung zur Anhörung – und entdeckten dabei auch gemeinsame Positionen.

Schadenregulierung auf dem Prüfstand

Die Anhörung am Dienstag wurde im Anschluss an eine Befragung der Landesjustizverwaltungen durchgeführt, die prüfen sollte, wie es um die Regulierungspraxis der Versicherer bestellt ist. Die Befragung ergab, dass den Versicherern ein überwiegend wohlwollendes Zeugnis ausgestellt wurde – das lag offenbar auch daran, dass viele Beschwerden über die Schadenregulierung gar nicht erst bis zu den Gerichten vorgedrungen sind.

Berufsunfähigkeitsversicherung bereitet Probleme

So geht aus einer BMJ-Mitteilung von Mittwoch hervor, dass einige Teilnehmer berichtet hätten, dass viele Verbraucher sich davor scheuten, einen Prozess gegen ihren Versicherer zu führen. Zudem sei es für viele Versicherte auch nicht selbstverständlich, einen Rechtsanwalt einzuschalten. Dies führe dazu, dass Ansprüche gegen Versicherer nicht verfolgt würden.

Besondere Probleme bereite demnach die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) – ohne fachkundige Beratung sei es einem Betroffenen oft nicht möglich, seinen Anspruch “in richtiger Weise anzumelden, so dass der Anspruch schon deswegen scheitern könne”, heißt es.

“Kleinliches Regulierungsverhalten dient der Versichertengemeinschaft”

Der Kritik eines “kleinlichen Regulierungsverhaltens”, insbesondere bei der Abwicklung von Verkehrsunfallschäden, konterten die Vertreter der Versicherungswirtschaft damit, dass die sorgfältige Prüfung von Ansprüchen auch im Interesse der Versichertengemeinschaft sei, da sich die erbrachten Leistungen auch auf die Beitragsentwicklung auswirke. Zudem sei die Qualität des Schadenmanagements ein wichtiger Wettbewerbsfaktor, so dass den Unternehmen an einer zügigen Bearbeitung gelegen sei.

Wer einen heftigen Schlagabtausch zwischen Verbraucherseite und Versicherungswirtschaft erwartete, wurde enttäuscht: So wiesen beide Lager unter anderem übereinstimmend darauf hin, dass sich beim Einholen von Gutachten längere Verfahrensdauern ergeben könnten. Zudem könne es auch schwierig sein, geeignete Gutachter zu finden.

Seite zwei: Medien greifen problematische Fälle auf

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