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12. Februar 2014, 09:30
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Studie: Kfz-Versicherte weniger wechselfreudig

Deutsche Autofahrer wechselten ihre Kfz-Versicherung im vergangenen Jahr nicht mehr so häufig wie 2012. Nach Hochrechnungen des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov ging die Wechselintensität um acht Prozent zurück. Wer die Prozedur auf sich nahm, wurde mit einer durchschnittlichen Wechselersparnis von 119 Euro belohnt (2012: 130 Euro).

Dr. Oliver Gaedeke, YouGov

Oliver Gaedeke, YouGov: “Vergleichsrechner werden inzwischen als Hauptinformationsplattform im Internet genutzt.”

Im Privatkundengeschäft der Kfz-Versicherer kam es laut YouGov bei 1,87 Millionen Kfz-Policen zu einem Anbieterwechsel (2012: 2,04 Millionen). Das ist ein Rückgang um rund 170.000 (minus acht Prozent). Bei durchschnittlich 1,21 gewechselten Verträgen tauschten also rund 1,5 Millionen Privatkunden ihren Vertragspartner aus (2012: 1,6 Millionen).

Viele Nicht-Wechsler fanden kein besseres Angebot

Obwohl der Anteil der zum Jahresende 2013 wechselbereiten Kfz-Versicherten von 16,5 auf 18,2 Prozent zugenommen habe, unterließen viele Kunden einen Wechsel, teilen die Marktforscher mit. Dies liege hauptsächlich daran, dass sich die Versicherten beim jetzigen Versicherer “gut aufgehoben” fühlten. Deutlich gestiegen ist demnach aber auch der Anteil derjenigen, die kein besseres Angebot finden konnten.

Enger Wettbewerb zwischen Online- und Offline-Abschluss 

Im Schnitt haben die Wechsler 3,6 Angebote eingeholt (2012: 4,3), berichtet YouGov auf Basis sogenannter Customer Journey Analysen. Dabei beanspruchen Vergleichsrechner und Direktversicherer zusammen weiterhin etwas mehr als die Hälfte aller Käufe.

“Vergleichsrechner werden inzwischen als Hauptinformationsplattform im Internet genutzt. Von hier aus finden viele Wechsler den Weg zu einem Direktabschluss bei einem Anbieter”, beschreibt Dr. Oliver Gaedeke, Vorstand und Leiter der Finanzmarktforschung, die Kaufströme.

Direktversicherer konnten jeden fünften Wechsler gewinnen

Wie die Marktforscher weiter berichten, konnten die Direktversicherer insgesamt 19 Prozent der Wechsler für sich gewinnen, die Außendienst- und Maklerversicherer mussten dagegen die entsprechende Anzahl an Kunden (hochgerechnet: 355.000) an Direktanbieter abgeben. Gleichzeitig haben Direktversicherer rund ein Drittel ihrer Kündiger an Außendienstversicherer wieder zurück verloren.

Laut YouGov wurden für die Studie im November 2013 rund 2.000 wechselwillige Kfz-Halter befragt. Dieselben Personen wurden im Dezember 2013 wiederholt befragt, um die endgültigen Entscheidungen der Versicherungsnehmer zu erfassen. (lk)

Foto: YouGov

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