20. August 2014, 08:01
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Assekuranz: Clever durch die Zinskrise

Die Niedrigzinsphase bereitet den Investment-Experten der Assekuranz immer größeres Kopfzerbrechen. In ihrer Not tüfteln die Gesellschaften an neuen Strategien – die sind jedoch nicht ohne Risiko.

Niedrigzins

Harald Epple, Gothaer, folgt in der Kapitalmarktanlage der Maxime “Evolution statt Revolution”.

Die deutschen Lebensversicherer sitzen auf einem gigantischen Geldberg: Anlagewerte von rund 900 Milliarden Euro stehen aktuell in den Büchern der Gesellschaften. Könnte man dieses Vermögen tatsächlich zu einem Berg aus 5-Euro-Scheinen zusammenstapeln, würde dieser fast bis zu den höchsten Reihen eines Fußballstadions von der Größe der Arenen in Hamburg oder Frankfurt reichen.

Anlageberg wird immer größer

Und könnten die Lebensversicherer ihre Kapitalanlagen von heute auf morgen einfach auflösen und unter das autoverliebte deutsche Volk streuen, könnten alle 53 Millionen in Deutschland zugelassenen Kraftfahrzeuge durch einen Neuwagen zu je 17.000 Euro ersetzt werden – das reicht zumindest für den einfachsten VW-Golf mit einem 80 PS starkem Benzinmotor.

Schon bald dürfte es wohl zu einer höherwertigen Golf-Variante reichen, denn zuletzt ist der Anlageberg immer größer geworden. Allein im vergangenen Jahr wuchs der Kapitalanlagebestand, den die Lebensversicherer und Pensionskassen direkt verwalten, um 32 Milliarden Euro auf 824 Milliarden Euro. Das entspricht einer Zunahme von 4,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Rechnet man die knapp 78 Milliarden Euro an Kapitalanlagen für fondsgebundene Policen hinzu, ergeben sich eben jene 902 Milliarden Euro.

Niedrigzins

Ertragspuffer der Versicherer liegt bei unter 0,9 Prozentpunkten: Sondereffekte aus Veräußerungsgewinnen verzerren die nominale Nettoverzinsung nach
oben. Die laufende Durchschnittsverzinsung offenbart den rückläufigen Ertrag im Bestand.

Seite zwei: Lage zunehmend schwieriger

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Ab dem 16. Februar am Handel.

 

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien

Versicherungen

Techniker: Mit Migräne-App gegen Kopfschmerzen

Migräne-Apps können die ärztliche Therapie bei Schmerzpatienten wirksam unterstützen. Wie die Techniker Krankenkasse (TK) am Mittwoch in Berlin mitteilte, können solche Apps grundsätzlich zu einem besseren Selbstmanagement bei chronischen Erkrankungen verhelfen.

mehr ...

Immobilien

Boom an Chinas Immobilienmarkt kühlt allmählich ab

In China gibt es Anzeichen einer allmählichen Abschwächung des Booms am Immobilienmarkt. Die Preise für neue Wohnungen seien im Januar noch in 45 Städten gestiegen, teilte das Nationale Statistikamt mit.

mehr ...

Investmentfonds

EZB-Rhetorik verliert an Glaubwürdigkeit

Die Rahmenbedingungen für das erfolgreichste EZB-Hilfsprogramm, welches nie aktiv genutzt wurde, haben sich massiv verändert. Dazu führen gleich mehrere Faktoren. Gastkommentar Karsten Junius, Bank J. Safra Sarasin

mehr ...

Berater

“Zielgruppe honoriert Beraterexpertise”

Davor Horvat ist Gründer und Vorstand des Karlsruher Finanzdienstleisters Honorarfinanz AG. Mit Cash. hat er über seine Entscheidung gegen die Provisionsvergütung und die Vorteile der Spezialisierung auf eine Zielgruppe gesprochen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Solvium plant weitere Wechselkoffer-Direktinvestments

Der Hamburger Anbieter Solvium Capital kündigt an, die Angebote „Wechselkoffer Euro Select 1 & 2“ zum 20. März 2017 zu schließen und konzipiert zurzeit Nachfolgeprodukte nach gleichem Modell, die voraussichtlich im Mai in den Vertrieb gehen sollen.

mehr ...

Recht

Hausratversicherung: Gezerre um Bargeldklausel

Wer zu Hause viel Bargeld aufbewahrt riskiert, dass ihm nach einem Einbruch von seiner Hausratversicherung nur ein Teil des Geldes erstattet wird, wenn es nicht in einem Tresor gelagert wurde. Dies entschied das Oberlandesgericht (OLG) Oldenburg.

mehr ...