Anzeige
Anzeige
2. März 2015, 11:32
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Vermittler schöpfen Assistance-Potenzial nur zögerlich aus

Versicherungsvermittler nehmen das Marktpotenzial von Assistance-Leistungen wahr, setzen diese aber bislang nur zögerlich zur Neukundengewinnung ein. Zu diesem Ergebnis kommt die repräsentative Studie “Assistance Barometer 2015” der Hochschule RheinMain im Auftrag von Europ Assistance Deutschland.

Assistance-Potenzial von Vermittlern nur zögerlich ausgeschöpft

Neben der Gesundheits-Assistance kristallisiert sich aus Sicht der Studienautoren “seit Jahren die Senioren-Assistance als Assistance-Geschäftsmodell der Zukunft heraus”.

Die Mehrheit der deutschen Vermittler (57 Prozent) messen dem Assistance-Geschäft generell eine “hohe” bis “sehr hohe” Bedeutung zu, verlautbart Europ Assistance Deutschland nach der Befragung von 302 Versicherungsvermittlern im zweiten Halbjahr 2014. Im Vergleich zum Vorjahr habe somit die Bedeutung um neun Prozentpunkte zugenommen.

Jeder dritte Vermittler setzt Assistanceangebote als Instrument zur Neukundengewinnung ein

Weiterhin dienen für 33 Prozent (plus sechs Prozentpunkte) der Vermittler Assistanceangebote als Instrument der Neukundengewinnung. Die Experten von Europ Assistance Deutschland erwarten sich für die Zukunft deutlich mehr Resonanz: “Bedenkt man, dass der primäre Vermittlerfokus auf die Neukundengewinnung gerichtet ist, so müßte eigentlich jedes, die Neukundenansprache unterstützende Element höchst willkommen sein.”

Indem nur ein Drittel der Vermittler Assistance hier einsetzen wolle, komme “womöglich die mangelnde Kenntnis über das Potential von Assistance zum Ausdruck”, mutmaßen die Fachleute.

Zukunftsmarkt Senioren-Assistance

Immerhin geht eine leichte Mehrheit von 53 Prozent der Vermittler davon aus, daß Assistance-Leistungen in der Zukunft eine zunehmende Bedeutung einnehmen werden. Neben der Gesundheits-Assistance kristallisiert sich aus Sicht der Studienautoren “seit Jahren die Senioren-Assistance als Assistance-Geschäftsmodell der Zukunft heraus”.

Dieses Potential werde auch seitens der Versicherungsvermittler erkannt, heißt es weiter. So bewerten 95 Prozent (im Vorjahr 92 Prozent) der Vermittler eine Pflegefallhilfe und Pflegefallberatung als sinnvolle Assistance, die Bereitstellung eines Pflegefallmanagers für Pflegebedürftige findet demnach bei 92 Prozent (im Vorjahr 88 Prozent) der Versicherungsvermittler hohe Potenzialwerte.

Professor Müller-Reichart: Branche zu innovativen Vertriebsaktionen gezwungen

Für Professor Dr. Matthias Müller-Reichart, Lehrstuhlinhaber an der Hochschule RheinMain und wissenschaftlicher Leiter der Studie, “wird die Rentabilität eines Assistance gesteuerten Geschäftsmodells von der Finanzdienstleistung zunehmend erkannt – hohe Stornoquoten in Verbindung mit einem schwierigeren Neugeschäft zwingen zu innovativen Vertriebsaktionen”.

Hierbei könne Assistance als “vertrieblicher Problemlöser” aufwarten, so Müller-Reichart, eine deutliche Bestätigung dieser These zeige sich im Assistance Barometer 2015. (lk)

Foto: Europ Assistance Deutschland

1 Kommentar

  1. Wird die Neukundengewinnung nur über bessere Assistance-Produkte im jeweiligen Themenbereich praktiziert, vergibt man die Chance auf Cross-Marketing für alle Bereiche, die man selber oder im Kompetenz-Netzwerk betreuen kann.

    Vertriebspartner wird man mit besseren Produkten wohl gewinnen können, aber der „Frontier“ sollte im ersten Rutsch alles erkennen. Möglichst mit der „Litze“ des zertifizierten Finanzplaners DIN ISO 22222, wie die Kollegen in ihren Erfahrungsberichten schreiben mwsbraun.de

    Kommentar von Frank L. Braun — 3. März 2015 @ 12:16

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Viele Bundesbürger befürchten Geldprobleme im Alter

Mehr als ein Drittel der Bundesbürger zwischen 40 und 55 Jahren geht von einer schlechten eigenen Finanzlage im Alter von 75 Jahren aus, wie aus einer Studie des Sinus-Institutes im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervorgeht.

mehr ...

Immobilien

Wohnungsbau in Berlin zieht deutlich an

Der Wohnungsbau in Berlin kommt weiter in Schwung. Im vergangenen Jahr genehmigten die Behörden 25.063 neue Wohnungen, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Montag mitteilte. Das ist die höchste Zahl seit 1997.

mehr ...

Investmentfonds

Modis Politik birgt Chancen für indische Aktien

Der Aktienmarkt Indiens hatte Ende 2016 mit zwei Herausforderungen zu kämpfen. Die Bargeldreform der Regierung und die protektionistischen Töne aus Washington sorgten für Unruhe unter den Anlegern an den indischen Märkten. 

mehr ...

Berater

Indexpolicen: Einstieg in die “Kapitalmarkt-Denke”?

Seit geraumer Zeit wird in der Assekuranz die Frage diskutiert, ob Kunden über den Zwischenschritt Indexpolicen eher bereit sind, den Schritt in die Welt der rein fondsgebundenen Lösungen zu wagen. Doch viele Versicherer sind skeptisch, ob dies der richtige Weg ist.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Sachwertbranche lebt noch

Zwei Veranstaltungen in der vergangenen Woche belegen eine Belebung der Sachwertbranche, ließen aber auch Fragen offen. Antworten gibt es vielleicht auf einem weiteren Event an diesem Mittwoch. Der Löwer-Kommentar

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

Elternunterhalt: Betreuungsleistung nicht einkommensmindernd

Im Rahmen einer Überprüfung der Leistungsfähigkeit für den Elternunterhalt ist die vom Unterhaltsschuldner an sein minderjähriges Kind geleistete Betreuung nicht zu monetarisieren und kann somit nicht einkommensmindernd geltend gemacht werden, so der BGH.

mehr ...