Anzeige
Anzeige
16. April 2015, 14:12
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Morgen & Morgen: Bestnote für jeden zweiten BU-Tarif

Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) befindet sich in Deutschland auf einem sehr hohen Qualitätsniveau, ergab das jährliche BU-Rating des Hofheimer Analysehauses Morgen & Morgen (M&M). Allerdings hat die Branche mit einem deutlich rückläufigen BU-Neugeschäft zu kämpfen. Ein Grund: Nicht jeder Arbeitnehmer kann sich eine Top-Absicherung leisten.

Berufsunfaehigkeitsversicherung: Bestnote für jeden zweiten Tarif

Das “Premiumprodukt BU” hatte im vergangenen Jahr einen schweren Stand: Während der Bestand an BU-Verträgen weiterhin bei rund 16 Millionen liege, sei das Neugeschäft in 2014 um knapp 20 Prozent zurückgegangen, berichtet Morgen & Morgen.

Für 266 BU-Tarife von 46 Versicherern gab es von den M&M-Analysten die Bestnote “ausgezeichnet” (fünf Sterne). Somit erhielt jeder zweite der insgesamt 532 untersuchten Tarife von 73 Versicherungsgesellschaften die Höchstbewertung. Nur rund jeder neunte Tarif wurde als “schwach” (zwei Sterne) oder “sehr schwach” (ein Stern) eingestuft.

Umfangreicher Schutz ist teuer

Die Ergebnisse basieren jeweils auf einen Modellkunden, bei dem es sich um einen 30-jährigen nichtrauchenden Allgemeinmediziner handelt. Obwohl diese Berufsgruppe von den Versicherern als ein recht gutes Risiko betrachtet wird, muss ein Arzt oftmals sehr tief in die Tasche greifen, um einen umfassenden Schutz in einem sehr guten Tarif zu erhalten. In der Beispielrechnung von Morgen & Morgen starten die monatlichen Beiträge bei rund 110 Euro und enden bei knapp 370 Euro (siehe Tabelle).

Neugeschäft um knapp 20 Prozent gesunken

Nicht jeder Arbeitnehmer kann oder will für einen BU-Schutz einen dreistelligen Monatsbeitrag aufwenden. Tatsache ist: Das “Premiumprodukt BU” hatte im vergangenen Jahr einen schweren Stand, denn während der Bestand an BU-Verträgen laut Morgen & Morgen weiterhin bei rund 16 Millionen liegt, sei das Neugeschäft in 2014 um knapp 20 Prozent zurückgegangen.

Im Gegenzug sei das Interesse an Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung gestiegen, erklären die Analysten. Dies gelte insbesondere für Berufe “mit einem erhöhten Risiko der Berufsunfähigkeit, wie es beispielsweise solche mit vorwiegend körperlichen Tätigkeiten aufweisen”.

Auszahl-Volumen in der BU beträgt mehr als 1,7 Milliarden Euro

Gleichwohl betonen die Rating-Spezialisten: “Die mehr als 250.000 ausgezahlten BU-Renten mit einem Volumen von über 1,7 Milliarden Euro zeigen die nach wie vor große Bedeutung der Berufsunfähigkeitsversicherung am Markt.”

Für das BU-Rating analysierte Morgen Morgen die Bedingungsqualität der Tarife (50 Prozent), die finanzielle Solidität (zehn Prozent), die Antragsfragen (zehn Prozent) sowie die Kompetenz der BU-Versicherer – beispielsweise in der Antrags- und Leistungsfallprüfung (30 Prozent). (lk)

Berufsunfaehigkeitsversicherung: Bestnote für jeden zweiten Tarif

Das Rechenbeispiel für den Beruf “Allgemeinmediziner” zeigt: Ein umfassender BU-Schutz hat seinen Preis.

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform - IDD

Ab dem 15. Dezember im Handel!

Cash. 12/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Flaggschiff-Fonds – IDW S4-Standard – Crowdinvesting – Bankenwelt

Versicherungen

Auch Mylife reduziert die Überschussbeteiligung

Die Mylife Lebensversicherung bieten ihren Kunden 2017 eine laufende Verzinsung in Höhe von 2,8 Prozent, nach 3,35 Prozent im Vorjahr.

mehr ...

Immobilien

Mietrecht: Steuerliche Anerkennung setzt Mietzahlung voraus

Liegt bei der Vermietung an Verwandte kein steuerlich anzuerkennendes Mietverhältnis vor, können die Kosten für die Wohnung nicht steuermindernd als Werbungskosten berücksichtigt werden. Die Wüstenrot Bausparkasse berichtet über ein entsprechendes Urteil.

mehr ...

Investmentfonds

Bafin greift bei komplexen Finanzwetten für Privatanleger ein

Die deutsche Finanzaufsicht Bafin greift erneut auf dem Markt für komplexe Finanzwetten für Privatanleger ein. Zum Anlegerschutz plane sie, Vermarktung, Vertrieb und Verkauf von finanziellen Differenzgeschäften – sogenannten CFDs – zu beschränken, teilte die Bafin am Donnerstag mit.

mehr ...

Berater

HSH Nordbank nach neun Monaten mit höherem Gewinn

Die HSH Nordbank sieht sich mit einem gestiegenen Gewinn für den geplanten Verkaufsprozess gewappnet. Unter dem Strich habe das Institut in den ersten neun Monaten des Jahres einen Nettogewinn von 163 Millionen Euro erzielt, teilte die Bank am Freitag mit. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es 24 Millionen Euro.

mehr ...

Sachwertanlagen

Zweitmarkt: Anteil der Immobilienfonds zieht kräftig an

Der Anteil von Immobilienfonds am Zweitmarkthandel ist im November auf fast 75 Prozent gestiegen. Das Handelsvolumen von Schiffsbeteiligungen hingegen ist eingebrochen.

mehr ...

Recht

Immobilienerbe: Obacht bei der Erbschaftsteuer

Beim Erben von Wohnungseigentum entfällt die Erbschaftsteuer nur, wenn der Erbe die Wohnung selber nutzt. Anderenfalls muss die Steuer entrichtet werden – auch wenn die Immobilie unentgeltlich engen Familienmitgliedern überlassen wird.

mehr ...