Bauzinsen starten mit leichtem Plus ins Jahr 2026

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Oliver Kohnen, Baufi24

Die Bauzinsen ziehen zu Jahresbeginn leicht an, nachdem sie zuvor drei Monate in Folge gesunken waren, berichtet Baufi24. Gleichzeitig bleiben Darlehenssummen, Eigenkapitalquoten und Monatsraten weitgehend stabil. Wie nachhaltig ist die aktuelle Entwicklung?

Die Bauzinsen sind zum Jahresbeginn leicht gestiegen. Im Januar 2026 lag der durchschnittliche Zinssatz für Finanzierungen bei 3,82 Prozent. Im Dezember 2025 hatte er noch 3,75 Prozent betragen. Damit endet vorerst die dreimonatige Phase sinkender Konditionen.


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Die Entwicklung bewegt sich weiterhin in einem Korridor zwischen 3,5 und 4,0 Prozent. Maßgeblich sind dabei sowohl geldpolitische Signale aus Frankfurt als auch die Renditen am Kapitalmarkt. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe notiert aktuell um 2,8 Prozent.

Das Finanzierungsvolumen der Kunden von Baufi24 blieb nahezu konstant. Im Januar belief sich die durchschnittlich abgerufene Darlehenssumme auf 307.716 Euro, nach 306.716 Euro im Vormonat.

Darlehenssummen und Eigenkapital bleiben stabil

Auch beim eingesetzten Eigenkapital zeigen sich kaum Veränderungen. Kreditnehmer brachten im Januar durchschnittlich 114.037 Euro ein, im Dezember waren es 114.513 Euro. Die Eigenkapitalquote verharrte damit bei 27,1 Prozent, nach 27,2 Prozent im Vormonat.

Die monatliche Rate lag im Januar bei 1.426 Euro. Nach dem Jahreshöchstwert im November geht sie damit den zweiten Monat in Folge leicht zurück. Im Dezember hatte sie noch 1.436 Euro betragen.

EZB-Entscheidung und Euro im Fokus

Oliver Kohnen, Geschäftsführer von Baufi24, ordnet die Lage so ein: „Wir stellen fest, dass sich die Bauzinsen zu Jahresbeginn aktuell auf einem Niveau zwischen 3,5 und 4,0 Prozent eingependelt haben und erwarten, dass sich dieser Trend im weiteren Jahresverlauf fortsetzt. Hierfür sprechen auch die jüngste Entscheidung der EZB, den Einlagenzins unverändert bei 2.0 zu belassen und die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe, welche sich in einem Bereich um die 2,8 Prozent bewegt.“

Gleichzeitig verweist er auf bestehende Unsicherheiten: „Die geopolitische Gesamtlage und der starke Euro, der zuletzt massiv gegenüber dem Dollar aufgewertet hat, könnten die EZB zu geldpolitischen Kurskorrekturen zwingen, was auch Auswirkungen auf die Bauzinsen hätte.“

Zusätzlich bleibt der Druck auf dem Immobilienmarkt hoch. „Auch dürfte der Preisdruck am Immobilienmarkt hoch bleiben, da die Neubautätigkeit die Nachfrage nicht deckt und die Preise insbesondere in den Metropolen weiter steigen. Für Käufer bedeutet das, dass Zögern sowohl höhere Zinsen als auch steigende Kaufpreise nach sich ziehen kann“, so Kohnen.

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