ELTIF: Ertragspotenziale im Privatkundengeschäft

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Michael Patzelt, Moventum

ELTIFs eröffnen Privatanlegern den Zugang zu langfristigen Anlageklassen wie Infrastruktur oder Private Markets. Für Banken steckt darin Ertragspotenzial, doch technische Hürden bremsen den Vertrieb. Warum sich der Blick auf ELTIFs dennoch lohnt, erläutert Moventum-Manager Michael Patzelt.

ELTIFs gelten als zukunftsträchtige Anlagevehikel für langfristige Investments. Viele neue Fonds fördern das Wachstum einer Anlageklasse, die für Banken und Kunden Chancen bietet. Dennoch zögern viele Banken mit dem Einstieg, weil sie den Aufwand scheuen. Warum gerade jetzt ein genauer Blick lohnt, erklärt Michael Patzelt, Head of Sales DACH bei Moventum.

European Long-Term Investment Funds (ELTIFs) sind regulierte Fonds, die Kapital gezielt in langfristige, häufig illiquide Anlagen wie Infrastruktur, erneuerbare Energien oder Private Markets lenken. Sie erschließen damit Anlageklassen, die Privatanlegern bislang meist verschlossen geblieben sind. „Gerade im aktuellen Umfeld niedriger Realrenditen und hoher Bewertungen bieten ELTIFs attraktive Diversifikations- und Renditechancen – bei gleichzeitig klar definiertem regulatorischem Rahmen“, erklärt Patzelt.

Trotz der Chancen haben sich bislang allerdings nur wenige Depotbanken an Abwicklung und Verwahrung von ELTIFs herangewagt. Der Grund liegt weniger im Produkt als in der Technik: Halte- und Kündigungsfristen lassen sich in vielen Kernbankensystemen nicht oder nur mit erheblichem Zusatzaufwand abbilden. „Alternative Investmentfonds waren im klassischen Depotbankengeschäft nie Massengeschäft“, so Patzelt. Entsprechend seien viele Systeme historisch auf liquide Standardfonds ausgerichtet. Eine Anpassung, die ELTIF-spezifische Fristen und Prozesse sauber integriert, kostet Zeit – vor allem aber auch Investitionen.

Damit stellt sich für viele Institute die Frage nach der Wirtschaftlichkeit: Eine Systemumrüstung rechnet sich erst, wenn im ELTIF-Geschäft innerhalb eines mittelfristigen Zeitraums Mittelzuflüsse im dreistelligen Millionenbereich zu erwarten sind. „Solange diese Volumina noch nicht verlässlich prognostizierbar sind, bleibt die Bereitschaft zu hohen Vorabinvestitionen begrenzt“, sagt Patzelt.

Die Folge: Der Markt für ELTIFs ist in der Breite noch nicht angekommen. Manche Bank verharrt in der Warteschleife – mit dem Risiko, später einen relevanten Teil eines möglichen Booms zu verpassen. Wer den Sprung auf den ELTIF-Zug verpasst, könnte sich dauerhaft vom Wettbewerb um langfristige Privatmarkt-Anlagen abkoppeln.

Moventum bietet eine Alternative, denn Käufe von ELTIFs sind im unternehmenseigenen System möglich. Banken können ELTIFs auf diese Weise ohne eigene Systemanpassungen anbieten und sich frühzeitig im Wachstumsmarkt für langfristige Investments positionieren. „So lassen sich regulatorisch anspruchsvolle Produkte effizient in das Angebot integrieren – und gleichzeitig neue Ertragspotenziale im Privatkundengeschäft erschließen“, sagt Patzelt.

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