Der Makrokalender ist in dieser Woche zwar dünn, für Anleger aber dennoch relevant. Im Mittelpunkt steht am Mittwoch das Protokoll der letzten Fed-Sitzung.
Das FOMC-Protokoll dürfte vor allem Hinweise auf das künftige Zinstempo und den Umgang mit der Inflation liefern. Große Marktbewegungen sind allerdings eher nicht zu erwarten. Die Fed hat ihre Entscheidung bereits auf der Pressekonferenz ausführlich begründet, zudem sind seitdem zahlreiche neue Wirtschaftsdaten hinzugekommen.
Anleger werden das Protokoll daher vor allem nutzen, um die unterschiedlichen Positionen innerhalb des geldpolitischen Ausschusses besser zu verstehen. Es geht weniger um neue Informationen zur Wirtschaftslage als um die internen Diskussionen der Währungshüter.
Der ISM Services PMI für den US-Dienstleistungssektor hat sich im September leicht auf 54,9 Punkte abgekühlt (Daten vom Montag). Da der Dienstleistungssektor rund drei Viertel der US-Wirtschaft ausmacht, bleibt der Bericht dennoch ein Zeichen für die Widerstandsfähigkeit der Konjunktur.
Die Märkte zeigen sich derweil robust. Der Nasdaq 100 schloss am Montag auf einem neuen Rekordhoch. Hohe Ölpreise und steigende Anleiherenditen werden weitgehend ausgeblendet.
Es handelt sich allerdings eher um eine selektive Rally. Kapital fließt vor allem in Unternehmen mit fundamentaler Stärke und bilanzieller Sicherheit innerhalb des Aktienmarkts. Man könnte auch von einer Flucht in Qualität sprechen.
Autor Maximilian Wienke ist Marktanalyst bei eToro.















