Der Arbeitsmarkt scheint der entscheidende Faktor für die Entwicklung der Zinsen zu sein. Daher war es bedeutsam, dass das Federal Open Market Committee (FOMC) ausdrücklich ‚Anzeichen einer Stabilisierung‘ auf dem Arbeitsmarkt feststellte und damit signalisierte, dass es derzeit nicht mit Zinssenkungen in den nächsten Monaten rechnet – möglicherweise sogar erst nach Ablauf der Amtszeit von Jerome Powell als Fed-Vorsitzender.
Powell bezeichnete die Inflation aufgrund der Zölle weiterhin als „etwas erhöht”. Wir gehen davon aus, dass ihre Auswirkungen in den kommenden Monaten ihren Höhepunkt erreichen werden. Fed-Chef Powell wies auch auf eine ‚deutlich verbesserte‘ Konjunkturaussicht hin, was darauf hindeutet, dass weitere positive Überraschungen beim Wirtschaftswachstum die Zinspolitik weiter verzögern könnten.
Angesichts der verzögerten Datenlage – eine Folge des Regierungsstillstands – und der weiterhin bestehenden politischen Risiken gehen wir jedoch davon aus, dass die Fed auf weitere Anzeichen einer Verschlechterung des Arbeitsmarktes reagieren wird. Schließlich besteht die Gefahr eines Teufelskreises aus Arbeitsplatzverlusten.
In jedem Fall halten wir mittelfristige Festzins- und Kreditengagements im aktuellen Umfeld für attraktiv, wobei der Teil der Treasury-Kurve mit einer Laufzeit von fünf Jahren für Zinsanleger potenziell interessant sein könnte.
Brendan Murphy ist Head of Fixed Income North America bei Insight Investment.












