Der Jahreswechsel ist für viele Menschen Anlass, die eigenen Gewohnheiten zu überprüfen. Neben mehr Bewegung oder gesünderer Ernährung gehören finanzielle Ziele weiterhin zu den häufigsten Vorsätzen. Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag von Canada Life bestätigt diesen Trend für 2026.
Befragt wurden 2.500 volljährige Bundesbürger, die konkrete finanzielle Vorsätze für das neue Jahr gefasst haben. Im Ergebnis zeigt sich deutlich: Geld sparen steht weiterhin ganz oben auf der Agenda. Der übergeordnete Antrieb ist dabei der Wunsch nach finanzieller Sicherheit.
Mit einem Anteil von 40,6 Prozent bleibt Sparen der wichtigste finanzielle Vorsatz. Weitere 22,4 Prozent wollen gezielt für einen bestimmten Zweck zurücklegen, etwa für größere Anschaffungen oder Reisen. Die Absicherung gegen Krankheiten nennen 22,1 Prozent als Ziel, während 16,2 Prozent planen, ihre Altersvorsorge zu erhöhen. Mehrfachnennungen waren möglich.
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass finanzielle Vorsorge nicht nur kurzfristig gedacht wird. Neben dem klassischen Sparen spielt auch die Absicherung gegen unvorhergesehene Ereignisse eine wichtige Rolle. Damit spiegelt sich eine anhaltende Unsicherheit wider, die viele Menschen zu vorsichtigem Handeln bewegt.
Auffällig sind die Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Besonders stark treten die 30- bis 39-Jährigen hervor. In dieser Gruppe geben 73,6 Prozent an, mehr Geld sparen zu wollen. Damit liegt ihr Wert deutlich über dem Gesamtdurchschnitt. Auch Themen wie Steueroptimierung und Investitionen an den Kapitalmärkten spielen in diesem Alter eine größere Rolle als bei anderen Generationen.
So wollen 34,8 Prozent der 30- bis 39-Jährigen stärker auf steuerliche Aspekte achten, während es insgesamt nur 18,5 Prozent sind. An der Börse investieren möchten 36,4 Prozent dieser Altersgruppe, im Durchschnitt sind es 18,8 Prozent.
Altersvorsorge bei mittleren Jahrgängen im Fokus
Auch beim Thema Altersvorsorge zeigen sich klare Schwerpunkte. In der Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen planen 30,3 Prozent, ihre Vorsorge auszubauen. Bei den 40- bis 49-Jährigen liegt der Anteil mit 29,4 Prozent ähnlich hoch. Beide Gruppen liegen damit fast doppelt so hoch wie der Gesamtdurchschnitt von 16,2 Prozent.
Besonders deutlich wird der Unterschied bei Neuabschlüssen. Zwischen 40 und 49 Jahren wollen 15,2 Prozent eine Altersvorsorge abschließen. Im Durchschnitt liegt dieser Wert bei 5,1 Prozent. In dieser Lebensphase scheint das Bewusstsein für langfristige finanzielle Absicherung besonders ausgeprägt zu sein.
Als Hauptmotiv für finanzielle Vorsätze nennen 33,4 Prozent der Befragten den Wunsch nach finanzieller Sicherheit. Bei den 18- bis 29-Jährigen liegt dieser Wert sogar bei 55,2 Prozent. Weitere Gründe sind steigende Lebenshaltungskosten mit 21 Prozent sowie die Vorbereitung auf den Ruhestand mit 14,0 Prozent. Geringe staatliche Leistungen im Alter nennen 10,4 Prozent als ausschlaggebend.
















