Franke und Bornberg: Große Leistungsunterschiede bei KV-Zusatzpolicen

Michael Franke
Foto: Franke und Bornberg
Michael Franke, Gründer und Geschäftsführer von Franke und Bornberg

Franke und Bornberg hat sein Rating zur privaten Krankenzusatzversicherung aktualisiert. Trotz stabiler Qualität zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Tarifen. Nur ein Anbieter erreicht 2026 in allen fünf Leistungsbereichen die Höchstnote.

Mehr als 24 Millionen Versicherte setzen auf privaten Zusatzschutz, um Lücken der gesetzlichen Krankenversicherung zu schließen. In den vergangenen zehn Jahren stiegen die Beitragseinnahmen der privaten Krankenzusatzversicherung um rund 40 Prozent auf fast 7,4 Milliarden Euro. Das zeigt die anhaltend hohe Nachfrage nach erweiterten Leistungen.

„PKV-Zusatzversicherungen verschaffen Versicherten spürbar bessere Leistungen“, sagt Michael Franke, Geschäftsführer der Franke und Bornberg GmbH. Gesetzlich Versicherte fühlten sich mit Zusatzschutz einfach besser aufgehoben – ein bezahlbares Upgrade in die Business Class, so Franke.

Das Analysehaus differenziert sein Rating in fünf Leistungsbereiche: Zahn, Stationär, Sehhilfen, Naturheilverfahren und Vorsorge. Statt eines Pauschalurteils bewertet Franke und Bornberg jeden Bereich separat. So lassen sich gezielt leistungsstarke Bausteine identifizieren und kombinieren.

SDK mit Bestwerten – Markt bleibt heterogen

Wie in den Vorjahren erreicht die SDK als einziger Versicherer in allen fünf Produktbereichen mindestens einmal die Höchstnote FFF+ „hervorragend“. Barmenia, DKV und Münchener Verein folgen mit jeweils vier Top-Bewertungen. Sieben Versicherer kommen auf drei Bestnoten.


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Im Segment Zahn analysiert Franke und Bornberg 265 Tarife. 17 Prozent erhalten die Höchstnote FFF+. Die Mehrheit bewegt sich im soliden Mittelfeld. Neue Tarife werben häufig mit Innovationsgarantien. „Innovationsgarantie klingt zwar nach Fortschritt. Tatsächlich greift sie aber nur, wenn ein Tarif die versicherten Methoden abschließend aufführt oder durch ein Leistungsverzeichnis beschränkt.“ Ein Verzicht auf solche Einschränkungen sei daher ebenso kundenfreundlich wie eine Innovationsgarantie.

Die stationäre Zusatzversicherung weist das höchste Qualitätsniveau auf. Von 126 untersuchten Tarifen erreichen mehr als 20 Prozent die Note FFF+ „hervorragend“, weitere 19 Prozent ein FFF „sehr gut“. Über 6,9 Millionen Versicherte nutzen diesen Schutz für Wahlleistungen wie Ein- oder Zweibettzimmer und Chefarztbehandlung.

Ambulante Bausteine mit großen Leistungsunterschieden

Im ambulanten Bereich – Sehhilfen, Naturheilverfahren und Vorsorge – zählt der PKV-Verband mehr als 9,25 Millionen Versicherte. Auch hier bewertet das Rating jede Disziplin einzeln. „Einige Menschen legen vor allem Wert auf Naturheilverfahren wie Akupunktur und TCM, andere auf erweiterten Vorsorgeschutz und Impfungen. Würden wir alle drei zusammenfassen, verlöre das Rating an Aussagekraft – und am Ende blieben nur wenige Tarife übrig, die in allen drei Disziplinen top sind.“ Fehlt eine Disziplin, erhält der Tarif die Note F- „ungenügend“.

Bei Sehhilfen erreichen 13 Prozent der 136 analysierten Tarife die Höchstnote. Jeder fünfte Tarif wird mit „ungenügend“ bewertet, weil Leistungen für Brillen oder Kontaktlinsen fehlen.

Im Bereich Naturheilverfahren erzielen lediglich neun Prozent der 140 untersuchten Tarife ein FFF+. 38 Prozent erhalten ein „ungenügend“, da sie alternative Heilmethoden nicht abdecken.

In der Vorsorge erreichen 15 Prozent der 136 Tarife die Höchstnote, weitere sieben Prozent ein FFF.

Beiträge bleiben stabil

Neben der Qualität bewertet Franke und Bornberg auch die Beitragsentwicklung als stabil. „Preislich tut sich in der Zusatzversicherung aktuell wenig. Die versicherten Leistungen sind hier nicht so anfällig für Kostensteigerungen“, sagt Christian Monke, Leiter Ratings Gesundheit und Private Risiken.

Ein 35-Jähriger zahlt für leistungsstarke Bausteine ab 100 Euro monatlich. Für Zahnzusatz fallen rund 25 Euro an, für stationäre Leistungen mit Einbettzimmer etwa 40 Euro. Ambulante Tarife kosten je nach Umfang zwischen 30 und 50 Euro.

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