Gold und Silber nach Kurssturz: Droht eine zweite Korrekturwelle?

Der Crash am Goldmarkt, der stärkste Einbruch seit 43 Jahren, kam nicht aus heiterem Himmel. Andernfalls hätten wir ihn nicht so präzise auf der Shortseite traden können. Der Markt war spekulativ extrem aufgeheizt und überlaufen. Der Long-Trade in Gold war so einseitig positioniert wie zuletzt Ende der 1970er-Jahre. Es wurden fast nur noch bullische Szenarien eingepreist, während die Risiken vollständig ausgeblendet wurden. Nach dem ersten Einbruch wurde der Markt sofort wieder bullisch, und viele sahen den Goldpreis bereits auf neue Allzeithochs oder sogar auf 6.000 US-Dollar steigen. Wir hingegen hatten ein tieferes Hoch erwartet, und die Terminmarktdaten signalisierten frühzeitig ein ausgeglichenes Verhältnis beziehungsweise, gemessen an der vorherrschenden Manie, bereits eine klare Schwäche am physischen Markt.

Wir waren bei 5.400 US-Dollar antizyklisch Short gegangen und hatten dort ein Verkaufssignal gegeben. Weitere Verkaufssignale folgten mit einem ersten Ziel bei 4.700 US-Dollar. In der Analyse vor zwei Wochen hatten wir zudem darauf hingewiesen, dass bei einem Bruch dieses Aufwärtstrends auch die 200-Tage-Linie bei 4.200 US-Dollar erreicht werden könnte. Dort sollte eine weitergehende Korrektur letztlich auslaufen und ein mittel- bis langfristig attraktives antizyklisches Kaufniveau entstehen. Der Goldpreis fiel im Tief auf 4.100 US-Dollar, womit unser Kursziel innerhalb von nur anderthalb Wochen sehr schnell abgearbeitet wurde. Damit war auch der Zeitpunkt gekommen, Gewinne mitzunehmen und kurzfristig wieder auf die Longseite zu wechseln. All das war im Vorfeld angekündigt worden, nicht nur im letzten Marktkommentar. Weitere Analysen finden sich auch auf YouTube, darunter ein Trendwende-Video aus dem Premiumbereich, das bereits vor dem Crash veröffentlicht wurde.

Hintergrund des Preiseinbruchs

Lesen Sie hier, wie es weitergeht.

1 2 3 4Startseite
Weitere Artikel
Abonnieren
Benachrichtigen bei
0 Comments
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen