Institutionelle Investoren wappnen sich vor Risiken

Große, weltweit aufgestellte institutionelle Investoren halten nach Möglichkeiten Ausschau, sich vor Abwärtsrisiken an den Kapitalmärkten zu schützen. Denn sie sind weiterhin mit niedrigen Zinsen und relativ hohen Bewertungen bei Risikoanlagen konfrontiert. Neben anhaltenden Barbeständen sind höhere Allokationen in ausgewählten aktiv gemanagten Anlagestrategien gefragt, wie eine neue Umfrage von Blackrock zeigt.

Mittelständler sind großen Unternehmen strategisch überlegen
Profianleger setzen auf aktive Anlagestrategien.

Der Umfrage zufolge wollen 65 Prozent der Teilnehmer ihre Barbestände in diesem Jahr nicht verändern. Gleichzeitig besteht Interesse an aktivem Portfoliomanagement, das verschiedene alternative Anlageklassen wie illiquide Assets und Hedgefonds ebenso umfasst wie Aktien.

Illiquide Assets weiter gefragt

An der Umfrage haben weltweit 224 institutionelle Investoren teilgenommen, die 7,4 Billionen Dollar1 Vermögen repräsentieren. Die Ergebnisse zeigen, dass illiquide Anlageklassen und Real Assets innerhalb der Privatmärkte bei globalen institutionellen Investoren weiterhin besonders gefragt sind. Daher sollten sie von Zuflüssen besonders profitieren. Drei Fünftel (60 Prozent) der institutionellen Investoren weltweit gehen davon aus, ihre Engagements in Infrastruktur und erneuerbaren Energien zu erhöhen.

Das Interesse an Immobilien dürfte ebenfalls steigen: Mehr als zwei Fünftel (42 Prozent) der Befragten gaben an, dass sie diese Anlageklasse künftig stärker nutzen wollen. Ebenfalls mehr als zwei Fünftel (43 Prozent) planen, sich stärker in Private Equity zu engagieren.

„Es bestehen nach wie vor globale Risiken“

„Unsere Kunden beabsichtigen, in Privatmärkte und andere hochgradig aktiv gemanagte Strategien umzuschichten. Darin spiegelt sich ihre Wahrnehmung wider, dass nach wie vor globale Risiken bestehen und dass die Fähigkeiten von Portfoliomanagern Mehrwert bieten. Unsere Renditeerwartungen für die meisten Marktsegmente, die bei Institutionellen zum Einsatz kommen, liegen insgesamt deutlich unter den Renditezielen der Investoren – trotz des weltweit synchronen Wachstums“, sagt Edwin Conway, Globaler Leiter des Geschäfts mit institutionellen Kunden bei Blackrock.

Hohe Barbestände zu halten und gleichzeitig vermehrt auf aktive Manager zu setzen, mag nicht auf den ersten Blick einleuchten, so Conway. Aber für viele der Blackrock-Kunden sei diese zweigleisige Strategie das Mittel der Wahl, um Risiken und womöglich volatilere Märkte zu meistern.

Seite zwei: Hedgefonds dürften Zuflüsse verbuchen, aktive Aktienstrategien sind beliebt

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