KfW: Mehr Förderungen – Neubau- und Heizungsförderung begehrt

Schrift der KfW an ihrem Gebäude
Foto: KfW-Bildarchiv / Rüdiger Nehmzow

Die staatliche KfW-Bank hat ihr Fördergeschäft 2025 deutlich ausgeweitet. Vor allem Mittelstand, Gründer und der Wohnungsbau treiben das Wachstum. Gleichzeitig zeigt die Bilanz: Mehr Förderung bedeutet nicht automatisch mehr Gewinn.

Kredite für Hausbauer, Mittelständler und Studenten, Investments in Start-ups: Die KfW hat ihre Förderung kräftig gesteigert. Das Kerngeschäft in der inländischen Förderung wuchs 2025 um rund ein Drittel zum Vorjahr auf 61 Milliarden Euro, wie die staatliche Förderbank in Frankfurt mitteilte. Das Neugeschäft für Mittelstand und Gründer stieg sogar um über 75 Prozent auf gut 23 Milliarden Euro.


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„Ein starker Mittelstand ist in seiner Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland gar nicht zu überschätzen“, sagte Vorstandschef Stefan Wintels. „Wir brauchen mehr Gründergeist und Innovationen.“ Insgesamt habe die KfW 2025 rund 137.000 Firmen, 35.000 Gründer und 750.000 Wohneinheiten unterstützt.

Neubau- und Heizungsförderung begehrt

Auch zu Jahresbeginn wuchs das Fördergeschäft der KfW – dank einer hohen Nachfrage von Mittelständlern sowie Hausbauern und Eigentümern, die etwa ihre Heizung umrüsten wollen. Besonders das Interesse am Programm „Klimafreundlicher Neubau“ sei groß, erklärte die KfW, auch weil der Bund im Dezember die beliebte Neubauförderung für Häuser mit dem Energiestandard EH55 reaktiviert hatte.

Zudem sei die Bundesförderung für wärmeeffiziente Gebäude inklusive Heizungsförderung nachgefragt. Hier fördert die KfW klimafreundliche Neubauten und die energetische Sanierung von Häusern. Insgesamt lag das Neugeschäft der KfW per Ende Februar mit 11,7 Milliarden Euro über dem Niveau im Vorjahreszeitraum (11,2 Milliarden Euro).

Gewinn sinkt 2025

In der eigenen Bilanz musste die KfW jedoch Abstriche hinnehmen. Zwar blieb der operative Gewinn 2025 vor allem dank eines starken Zinsüberschusses mit 1,9 Milliarden Euro auf dem hohen Vorjahresniveau. Der Gewinn sank allerdings auf 1,0 Milliarden Euro, nach 1,4 Milliarden Euro 2024.

Die Förderbank wird zu 80 Prozent vom Bund getragen und zu 20 Prozent von den Ländern. Sie versorgt nicht nur Mittelständler, Hausbauer und Studenten im Inland, sondern unterstützt auch Unternehmen in der Export- und Projektfinanzierung weltweit und fördert Entwicklungs- und Schwellenländer. (dpa-AFX)

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