Koalitionsstreit um Krankschreibung spitzt sich zu

Friedrich Merz
Foto: Picture Alliance
Kanzler Friedrich Merz (CDU)

Die telefonische Krankschreibung bleibt politisch umstritten. Während die CDU ihre Abschaffung fordert, hält die SPD an dem Verfahren fest und verweist auf Vorteile für Praxen und Patienten.

CDU und SPD sind sich bei der telefonischen Krankschreibung weiterhin uneinig. Während die CDU bei ihrem Parteitag am Samstag eine Abschaffung forderte, will der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD im Bundestag, Dirk Wiese, an ihr festhalten. „Die telefonische Krankschreibung ist absolut sinnvoll. Sie entlastet die Praxen und verhindert weitere Ansteckungen im Wartezimmer“, sagte er der „Bild“.


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In der Begründung des Antrags auf dem CDU-Parteitag hieß es, je einfacher eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zu erhalten sei, desto eher falle die „Bettkantenentscheidung“ zugunsten der Krankmeldung aus. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte die telefonische Krankschreibung zuvor bereits mit Blick auf einen aus seiner Sicht zu hohen Krankenstand kritisiert.

Wiese verwies hingegen darauf, dass im Koalitionsvertrag vereinbart sei, gegen „missbräuchliche Online-Krankschreibungen“ vorzugehen. „Darauf sollten wir uns als Koalition nun konzentrieren, anstatt sinnvolle Regeln infrage zu stellen“, so der SPD-Politiker. Patientinnen und Patienten sollten nicht unter Generalverdacht gestellt werden. (dpa-AFX)

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