Das erste Opfer eines jeden Krieges ist die Wahrheit. Doch was aktuell rund um den Iran geschieht, überfordert selbst erfahrene Beobachter und hartgesottene Börsianer. Börsen-Profi Ulrich Müller lässt sich aktuell bewusst nicht von Schlagzeilen leiten: „Die Aussagen von US-Präsident Donald Trump, aber auch die des Iran und der Golfstaaten sind stark taktisch geprägt. Aus dieser wechselhaften Situation langfristige Handelsentscheidungen abzuleiten, ist gefährlich. Ich habe daher meine Aktienquote zuletzt weiter reduziert“, sagt Müller.
Bei ausgewählten Branchen sieht der erfahrene Selfmade-Millionär allerdings auch Chancen. „Ich glaube, dass die schwere Ölkrise, die sich am Horizont abzeichnet, ein Katalysator für den gesamten Wasserstoff-Sektor werden kann. Die EU hat in den vergangenen Quartalen regulatorisch Fortschritte gemacht und auch für den Mittelstand gibt es inzwischen praktikable Lösungen. Werden fossile Quellen teurer, profitieren Ersatztechnologien. Wasserstoff ist eine der vielversprechendsten“, erklärt Müller und ist auch für kleinere Ölwerte aus sicheren Regionen wie Kanada positiv gestimmt.












