Krieg in Nahost: So positioniere ich mich jetzt

Ulrich Müller
Foto: Ulrich Müller Wealth Academy (UMWA)
Ulrich Müller: "Werden fossile Quellen teurer, profitieren Ersatztechnologien. Wasserstoff ist eine der vielversprechendsten."

Der Krieg in Nahost verschärft die Unsicherheit an den Märkten. Viele Signale sind widersprüchlich, belastbare Trends kaum zu erkennen. Für Anleger rückt damit vor allem eine Frage in den Vordergrund: Wie lassen sich Risiken begrenzen, ohne Chancen aus dem Blick zu verlieren?

Das erste Opfer eines jeden Krieges ist die Wahrheit. Doch was aktuell rund um den Iran geschieht, überfordert selbst erfahrene Beobachter und hartgesottene Börsianer. Börsen-Profi Ulrich Müller lässt sich aktuell bewusst nicht von Schlagzeilen leiten: „Die Aussagen von US-Präsident Donald Trump, aber auch die des Iran und der Golfstaaten sind stark taktisch geprägt. Aus dieser wechselhaften Situation langfristige Handelsentscheidungen abzuleiten, ist gefährlich. Ich habe daher meine Aktienquote zuletzt weiter reduziert“, sagt Müller.

Bei ausgewählten Branchen sieht der erfahrene Selfmade-Millionär allerdings auch Chancen. „Ich glaube, dass die schwere Ölkrise, die sich am Horizont abzeichnet, ein Katalysator für den gesamten Wasserstoff-Sektor werden kann. Die EU hat in den vergangenen Quartalen regulatorisch Fortschritte gemacht und auch für den Mittelstand gibt es inzwischen praktikable Lösungen. Werden fossile Quellen teurer, profitieren Ersatztechnologien. Wasserstoff ist eine der vielversprechendsten“, erklärt Müller und ist auch für kleinere Ölwerte aus sicheren Regionen wie Kanada positiv gestimmt.

Weitere Artikel
Abonnieren
Benachrichtigen bei
0 Comments
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen