Langfristige Trends statt Schlagzeilen: Wo Investoren Chancen sehen

„Es dreht sich alles um die Zinssätze“, lautete die Botschaft von Julien Houdain, Head of Global Unconstrained Fixed Income. „Die gute Nachricht ist, dass die realen (inflationsbereinigten) Renditen in den G7-Märkten nach wie vor attraktiv sind. Aber man muss sehr vorsichtig sein, wo man sein Kapital anlegt“, so Houdain. 

Er führte weiter aus: „Die Märkte wurden 2025 von unerwartet hohen fiskalischen Anreizen aus Japan und Europa und den damit verbundenen Auswirkungen auf die Zinssätze überrascht. Anleger müssen 2026 auf Überraschungen hinsichtlich der Marktentwicklung achten. Das Hauptrisiko für die Anleihenmärkte wäre ein Anstieg der US-Zinsen.“

Man müsse laut Houdain anerkennen, dass viele Länder, insbesondere in den entwickelten Märkten, zu hoch verschuldet sind. Es wird immer wieder zu Krisen kommen, in denen Investoren sich Sorgen um die Tragfähigkeit dieser Schulden machen, wie wir es 2022 in Großbritannien gesehen haben.

Der Experte meinte abschließend: „Schaut man sich die Kreditmärkte an, so sind die Spreads sehr eng, sodass man für das Eingehen von Unternehmenskreditrisiken nur wenig belohnt wird. Es gibt zwar einige Chancen, aber man muss aktiv nach ihnen suchen. Passives Engagement im Kreditbereich bedeutet, teure Vermögenswerte zu kaufen.“

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