EXKLUSIV

LBBW Global Warming: Klimastrategie mit Tech- und Transformationsfokus

Foto: Corinna Spitzbarth
Fondsmanager des LBBW Global Warming ist Christoph Keidel.

Die Erderwärmung schreitet weiter voran, entsprechend wächst parallel dazu die Nachfrage nach Lösungen, die Energie sparen, Emissionen senken und Systeme widerstandsfähiger machen gegen die Folgen der globalen Erwärmung. Diese Sogwirkung prägt Geschäftsmodelle in vielen Branchen – ein langfristiger Trend, auf welchen der LBBW Global Warming R setzt.

Seit der Auflage am 15. Januar 2007 investiert der Fonds in Unternehmen, deren Geschäftserfolg mit der globalen Erderwärmung in Zusammenhang steht – weil sie beispielsweise mit Produkten, Services oder Strategien dazu beitragen, Emissionen zu senken. Auch Effizienzsteigerungen und erhöhte Resilienz gegenüber Klimafolgen stehen im Fokus der Investmentstrategie. Dass der Fonds inzwischen ein Volumen von über zwei Milliarden Euro erreicht hat, unterstreicht die anhaltend hohe Nachfrage und die Relevanz des Ansatzes. Die Strategie ist als Artikel-8-Produkt klassifiziert.

Das Fondsmanagement verfolgt einen klassisch fundamentalen Ansatz mit klarem Fokus auf Einzeltitelauswahl. Aktuell umfasst das Portfolio 97 Titel aus Industrieländern (Stand: 30. Januar 2026). Neben der Titelselektion steuert das Team auch die Aktienquote aktiv und hält situativ Liquidität, was sich in den Schwankungen der Nettoaktienquote in den vergangenen Jahren widerspiegelt.
Was den Fonds aus Investorensicht besonders macht: Thematisch setzt er nicht ausschließlich auf Hersteller von Wind- oder Solaranlagen, sondern identifiziert entlang der gesamten Wertschöpfungskette relevante Transformationsfelder. Dazu zählen die Themen erneuerbare Energien, energieeffizientes Bauen, Kreislaufwirtschaft, Gesundheit und industrielle Transformation. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem Bereich Informationstechnologie. Die Logik dahinter: Digitalisierung und Rechenleistung helfen, Energieflüsse effizienter zu gestalten, Prozesse smarter zu steuern und Ressourcen gezielter einzusetzen, und machen viele Klimaschutz- und Anpassungslösungen überhaupt erst skalierbar. Wie das in der Praxis aussieht, zeigt sich am Beispiel von Rechenzentren: Ihr hoher Strombedarf erfordert neue und enorme Investitionen in erneuerbare Energien und Speicherlösungen. Vor diesem Hintergrund haben große US-Technologiekonzerne erhebliche Kapazitäten in Solarenergie und Energiespeichern aufgebaut. Stand Ende 2024 erreichte Amazon beispielsweise rund 13,6 Gigawatt installierte Solarleistung, Microsoft sogar 34 Gigawatt; Alphabet kommt auf etwa 0,3 Gigawatt bei Energiespeichern.

Zum Vergleich: Die Photovoltaikanlagen in Deutschland kommen auf eine Gesamtleistung von 106 Gigawatt. Der Fonds wertet die Investitionen der Tech-Riesen als wichtigen Baustein für die Dekarbonisierung der digitalen Infrastruktur.

Mit intelligentem Lastmanagement, moderner Kühltechnik und Abwärmenutzung lässt sich der Energieeinsatz weiter massiv optimieren. Halbleiterhersteller und Softwareentwickler liefern dafür die notwendigen Komponenten, von energieeffizienten Chips bis zu KI-gestützten Steuerungssystemen.
Ein weiterer Hebel liegt in der Digitalisierung von Finanzströmen. Zahlungsdienstleister aus den USA, Europa und Asien zeigen, dass automatisierte Abwicklung, Blockchain-Technologien und cloud-basierte Abrechnungssysteme nicht nur Effizienzgewinne ermöglichen, sondern auch die CO₂-Reduktion unterstützen können.

Das Renditedreieck auf Basis der Jahre 2007 bis 2025 verdeutlicht, dass sich längere Haltedauern historisch häufig in zweistelligen durchschnittlichen Jahresrenditen niederschlagen. Die Gesamtkostenquote beträgt 1,73 Prozent, der Ausgabeaufschlag liegt bei bis zu fünf Prozent. Zu den wesentlichen Risiken zählen marktbedingte Kursschwankungen, Länder- und Währungsrisiken sowie eine erhöhte Volatilität durch thematische Schwerpunkte.

Fazit: Unterm Strich positioniert sich der LBBW Global Warming R als globaler, aktiv gemanagter Nachhaltigkeitsfonds mit klarer Klimaausrichtung, mit einer thematischen Breite, die über reine Erneuerbare-Energien-Investments hinausgeht – und mit einem positiven Track Record seit 2007.


Top-Ergebnisse bei Markt-Mediastudien


Weitere Artikel
Abonnieren
Benachrichtigen bei
0 Comments
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen