Münchener Rück erwartet Brexit-Schaden für UK-Wirtschaft

Der Rückversicherer Munich Re erwartet in den nächsten zwei Jahren einen deutlich spürbaren Brexit-Schaden für die britische Konjunktur.

Das Vertrauen in den Libor soll wieder hergestellt werden.
City of London: Erfolg bei Austrittsverhandlungen ist essenziell für die britische Wirtschaft.

Das Wirtschaftswachstum dürfte sich 2017 auf 1,6 Prozent und 2018 auf 1,3 Prozent verlangsamen, sagte der Chef-Volkswirt des Rückversicherers, Michael Menhart, am Mittwoch. „Der Brexit wird die britische Wirtschaft langfristig belasten, und zwar stärker als die verbleibenden EU-Länder.“

„Hard Brexit“ sehr wahrscheinlich

2016 lag das Wirtschaftswachstum in Großbritannien noch bei 1,8 Prozent. Schon während der Verhandlungsperiode werde die Aussicht auf einen „Hard Brexit“, mit Verlust des Zugangs zum europäischen Binnenmarkt, sehr wahrscheinlich die Investitionen in Großbritannien bremsen und zu ersten Standortverlagerungen in die EU führen, sagte Menhart.

Wachstumseinbußen bei Scheitern der Verhandlungen

Sofern die Austrittsverhandlungen misslingen sollten und Großbritannien keine Einigung mit der EU über die künftigen Wirtschaftsbeziehungen erzielen kann, sieht Menhart für die Zukunft noch größere Auswirkungen. „Dann gälten die Regeln der Welthandelsorganisation mit Zöllen und anderen Handelsbeschränkungen. Folge davon wären ganz erhebliche Wachstumseinbußen für die britische Wirtschaft.“ (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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