Die Wechselkurse streuen deutlich mehr als im vorigen Quartal, insbesondere der Yen/Dollar-Kurs. Der Yen dürfte allmählich aufwerten – aber nicht, weil ihn ungeordnete Risikoaversionsströme nach oben treiben. Dem chinesischen Renminbi dürften ebenfalls Kursgewinne ins Haus stehen, da China eine stärkere Internationalisierung seiner Währung im Handel und bei Investitionen anstrebt. Rohstoffwährungen dürften darauf reagieren, ob der Energieschock eher einer preistreibenden Steuer entspricht oder ob er eine solide globale Nachfrage abbildet.
Der Yen/Dollar-Kurs dürfte im Laufe der kommenden zwölf Monate allmählich unter 150 zurückfallen. Der Euro/Dollar-Kurs könnte sich leicht in Richtung 1,20 erholen; auch der australische Dollar dürfte gegenüber dem Greenback Boden gutmachen.
Die Ölmärkte preisen noch immer kein dauerhaftes Schockszenario ein, und obwohl das Risiko erhöht ist und die Erwartungen deutlich breiter streuen als im letzten Quartal, gehen wir davon aus, dass der Schock sich eher abschwächen als eskalieren wird. Obwohl der Goldpreisweiterhin hoch ist, gingen Gewinne tendenziell wieder verloren, als der Ölpreis anzog. Die Aussichten sowohl für Gold als auch für Rohstoffe laufen seit dem letzten Quartal breiter auseinander. Die Risiken im Zusammenhang mit Krieg und Energieengpässen sind nicht zu unterschätzen, und die Volatilität bei den Rohstoffen bleibt ein Faktor, den es im Hinblick auf Anzeichen von Ausstrahlungseffekten zu beobachten gilt.
Autorin Naomi Fink ist Chief Global Strategist bei Amova AM.











