Die Immobilienmärkte in Nordeuropa kehren nach einer schwierigen Phase auf einen stabileren Wachstumspfad zurück. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Nordische Immobilienmärkte im Aufwind: Schweden und seine Nachbarn“ der Deutsche Hypo – NORD/LB Real Estate Finance. Besonders Schweden nimmt innerhalb der Region eine zentrale Rolle ein.
Die konjunkturelle Erholung, sinkende Zinsen und verbesserte Finanzierungsbedingungen sorgen laut Studie für ein günstigeres Investitionsumfeld. „Schweden vereint aktuell viele Faktoren, die für langfristig orientierte Immobilieninvestoren entscheidend sind: wirtschaftliche Stabilität, hohe Marktqualität und verlässliche regulatorische Rahmenbedingungen“, sagt Ingo Martin, Leiter Real Estate Finance Origination der Deutsche Hypo – NORD/LB Real Estate Finance.
Unterschiedliche Dynamik bei den Assetklassen
Die Analyse zeigt, dass sich die wichtigsten Assetklassen unterschiedlich entwickeln. Ein gemeinsamer Trend zieht sich jedoch durch alle Segmente: Qualität, Lage und Nachhaltigkeit gewinnen weiter an Bedeutung.
Im Büroimmobilienmarkt zeigt sich eine zunehmende Polarisierung. Moderne und nachhaltige Gebäude in zentralen Lagen bleiben gefragt. Besonders in Stockholm steigen die Spitzenmieten, während die Spitzenrenditen im europäischen Vergleich niedrig bleiben. Ältere Gebäude und periphere Standorte geraten dagegen stärker unter Druck.
Der Logistikmarkt profitiert von strukturellen Entwicklungen wie wachsendem Onlinehandel, regionaleren Lieferketten und steigenden Anforderungen an Verteidigungslogistik. Obwohl zwischenzeitlich höhere Leerstände auftreten, bleibt die Perspektive stabil. Auch die zuletzt rückläufige Neubautätigkeit trägt zur Marktberuhigung bei.
Wohnimmobilien bleiben stabilste Anlageklasse
Am stabilsten zeigt sich weiterhin der Wohnimmobilienmarkt. Vor allem in den Metropolregionen trifft ein begrenztes Angebot auf eine anhaltend hohe Nachfrage. Treiber sind unter anderem Urbanisierung und Zuwanderung. Die Folge sind sehr niedrige Leerstandsquoten und steigende Mieten. Nach der vorangegangenen Preiskorrektur beginnen sich die Immobilienpreise zudem wieder moderat zu erholen.
Insgesamt zählen Schweden und die nordischen Immobilienmärkte laut Studie im Jahr 2026 zu den stabileren Investitionsstandorten in Europa. Stabile makroökonomische Rahmenbedingungen, transparente Märkte und eine konsequente Ausrichtung auf Nachhaltigkeit gelten als wichtige Faktoren für die weitere Entwicklung.
Auch für die Deutsche Hypo – NORD/LB Real Estate Finance bleibt der Markt attraktiv. „Der schwedische Immobilienmarkt weist eine insgesamt hohe Qualität auf“, sagt Ingo Martin. „Er ist durch stabile, klar strukturierte Rahmenbedingungen gekennzeichnet. Gerade im aktuellen Marktumfeld sind solche verlässlichen Strukturen für alle Marktteilnehmer von besonderer Bedeutung.“












