Skiunfälle im Fokus: Welche Rechte auf der Piste gelten

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Kommt es zu einem Sturz oder Zusammenstoß, wird geprüft, ob die Verhaltensregeln eingehalten wurden.

Der schwere Skiunfall von Lindsey Vonn hat erneut gezeigt, wie schnell es selbst erfahrene Sportler auf der Piste treffen kann. Auch für Urlauber stellen sich dann rechtliche und finanzielle Fragen. Worauf es bei Haftung, Skipass und Versicherungsschutz ankommt.

Auf Skipisten gelten die international anerkannten FIS-Verhaltensregeln. Sie verpflichten Skifahrer und Snowboarder zu Rücksichtnahme, angepasster Geschwindigkeit und ausreichendem Sicherheitsabstand. Nach Angaben der Deutschen Vermögensberatung sind diese Regeln maßgeblich, wenn es nach einem Unfall um Haftungsfragen geht.

Kommt es zu einem Sturz oder Zusammenstoß, wird geprüft, ob die Verhaltensregeln eingehalten wurden. Wer zu schnell fährt, andere gefährdet oder unachtsam unterwegs ist, kann für Personen- und Sachschäden haftbar gemacht werden. Das gilt auch bei Unfällen ohne direkten Kontakt, etwa wenn riskante Fahrmanöver andere zu Ausweichreaktionen zwingen.

Wetterbedingte Einschränkungen gehören zum allgemeinen Risiko eines Skiurlaubs. Schneefall, Sturm oder Lawinengefahr können dazu führen, dass Lifte oder Pisten gesperrt werden. In solchen Fällen besteht in der Regel kein Anspruch auf Rückerstattung des Skipasses, da Urlauber das Wetterrisiko selbst tragen.


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Anders kann die Lage sein, wenn Anlagen aus technischen oder organisatorischen Gründen länger ausfallen. Ob und in welchem Umfang eine Erstattung möglich ist, hängt von den Geschäftsbedingungen des jeweiligen Bergbahnunternehmens ab. Die Deutsche Vermögensberatung empfiehlt, diese Regelungen vor Ort oder bereits vor Reiseantritt zu prüfen.

Neben rechtlichen Fragen spielen auch die Kosten eines Unfalls eine große Rolle. Im Ausland übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung häufig nur einen Teil der Behandlungskosten. Bergungs- und Rücktransportkosten sind meist nicht eingeschchlossen. Gerade Hubschrauberbergungen können schnell mehrere tausend Euro kosten.

Vor diesem Hintergrund rät die Deutsche Vermögensberatung, den Versicherungsschutz vor dem Winterurlaub zu überprüfen. Eine Auslandskrankenversicherung kann Behandlungskosten sowie einen medizinisch sinnvollen Rücktransport nach Deutschland abdecken. Eine private Haftpflichtversicherung schützt vor finanziellen Folgen, wenn andere Personen verletzt oder deren Ausrüstung beschädigt wird.

Auch eine Unfallversicherung kann bei dauerhaften Unfallfolgen finanzielle Leistungen bieten. Ergänzend können Reiserücktritts- oder Reiseabbruchversicherungen sinnvoll sein, etwa bei Krankheit, schweren Verletzungen oder anderen unvorhergesehenen Ereignissen.

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