Streit um Solarförderung: Umfrage zeigt breite Zustimmung über Parteigrenzen hinweg

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Solaranlage als Symbolbild für Solarförderung
Foto: lovelyday12 - stock.adobe.com
Die Solarförderung wird gerade neu justiert (Symbolbild).

Eine deutliche Mehrheit der Wahlberechtigten spricht sich gegen Kürzungen bei der Förderung von Solardächern aus. Das zeigt eine YouGov-Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes Solarwirtschaft. Die Ergebnisse fallen mitten in die Beratungen über neue Regeln für die Energiewende.

Drei von vier Wahlberechtigten in Deutschland wollen die Förderung neuer Solarstromanlagen auf Gebäuden beibehalten oder ausbauen. Das geht aus einer repräsentativen YouGov-Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) hervor. Demnach sprechen sich 75 Prozent für eine unveränderte oder höhere Förderung aus. Lediglich 13 Prozent befürworten Kürzungen der Solarförderung. Weitere 13 Prozent machten keine Angabe oder antworteten mit „weiß nicht“.

Die Zustimmung zur weiteren Förderung erstreckt sich quer durch die politischen Lager. Unter den Wählern von CDU und CSU unterstützen 74 Prozent den Erhalt oder Ausbau der Förderung, bei der SPD sind es 77 Prozent. Besonders hoch fällt die Zustimmung bei den Grünen mit 90 Prozent und der Linken mit 83 Prozent aus. Auch unter AfD-Wählern spricht sich mit 63 Prozent eine Mehrheit gegen Kürzungen aus.

Die Ergebnisse werden zu einem Zeitpunkt veröffentlicht, an dem der Bundestag über die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes für 2027 und das sogenannte Netzpaket berät. Der Wirtschaftsausschuss hat sich in dieser Woche in zwei öffentlichen Anhörungen mit den Gesetzesvorhaben beschäftigt.

Solarwirtschaft warnt vor Einschnitten bei der Förderung

Der Bundesverband Solarwirtschaft sieht in den Umfrageergebnissen deshalb ein Signal an die Politik. „Drei von vier Wahlberechtigten wollen, dass Solardächer weiter verlässlich gefördert werden. Das ist ein klares Signal an den Bundestag. Die Zahlen belegen: In Zeiten von Energie- und Klimakrise ist es nicht vermittelbar, ausgerechnet eine der günstigsten heimischen Energiequellen auszubremsen. Jede zusätzliche Solaranlage macht uns unabhängiger von teuren Energieimporten und hilft, die Stromkosten zu drücken“, erklärt BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig.


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Der Verband fordert daher Nachbesserungen an den geplanten gesetzlichen Regelungen zur Solarförderung. Bei Photovoltaikanlagen auf Gebäuden lehnt er Einschnitte in die Förderung und zusätzliche Pflichten zur Stromvermarktung ab. Für Solarparks warnt der BSW-Solar zudem vor steigenden Kosten durch neue regulatorische Anforderungen.

Beim Ausbau der Stromnetze setzt sich der Verband für einen stärkeren Einsatz von Batteriespeichern und eine beschleunigte Digitalisierung ein. Damit ließen sich nach seiner Einschätzung Netzausbaukosten begrenzen. Kritisch bewertet er dagegen Regelungen, die den Ausbau erneuerbarer Energien in Gebieten mit Netzengpässen über Jahre einschränken könnten. „Jetzt liegt es am Bundestag, verlässliche Rahmenbedingungen für die nächste Phase der Energiewende zu schaffen – und Investitionen in Solarenergie zu erleichtern, statt zu erschweren“, betont Körnig.

Für die repräsentative Umfrage befragte YouGov zwischen dem 2. und 5. Oktober 2026 insgesamt 2.105 Wahlberechtigte in Deutschland.

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