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Interview GreenBESS: „Photovoltaik-Projekte brauchen heute Batteriespeicher“ 

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Foto: Florian Sonntag
Marvin Großkrüger (links) und Ivica Perić, GreenBESS, in der Besprechungsecke der Cash.-Redaktion.

Mit GreenBESS startet ein junges Unternehmen in den Markt der Photovoltaik-Investments. Cash. sprach mit Geschäftsführer Marvin Großkrüger und Ivica Perić, Director of Project Origination & Strategic Partnerships, über Hintergründe, aktuelle Produktplanungen und Ziele des Unternehmens.

Was macht GreenBESS?

Großkrüger: GreenBESS ist eine Projektgesellschaft beziehungsweise ein Projektentwickler. Entstanden ist GreenBESS aus dem Umfeld des Vermittlungsunternehmens Green Life Investment. Ende letzten Jahres konnten wir auf ein Projekt nur Zugriff bekommen, wenn wir eine eigene Projektgesellschaft einbrachten, um es zu erwerben, zu strukturieren und anschließend für Käufer aufzuteilen. Deshalb haben wir GreenBESS gegründet, zwei Bauabschnitte eines größeren Batteriespeicherprojekts erworben, diese für Käufer strukturiert und anschließend platziert. „BESS“ steht für Battery Energy Storage Systems, also Batteriespeicher-Systeme. Aktuell erwerben wir Bestandsportfolios größerer Photovoltaikparks, rüsten sie mit Batteriespeichern aus und strukturieren die Investments anschließend für Einzelkäufer.


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Wer steht hinter dem Unternehmen?

Großkrüger: Hinter GreenBESS stehe ich als Unternehmer und Investor. Seit einigen Jahren bin ich mit Green Life Investment im Bereich der erneuerbaren Energien aktiv – hier liegt heute mein Schwerpunkt. Zusätzlich betreibe ich in Hamburg eine Wirtschaftskanzlei mit dem Schwerpunkt Steueroptimierung, gemeinsam mit Rechtsanwälten und Steuerberatern; dieses steuerliche Know-how fließt unmittelbar in die Struktur unserer Investments ein. Unter meinen Holdings sind derzeit elf aktive Unternehmen gebündelt. Inzwischen konzentriere ich mich jedoch klar auf Photovoltaik- und Batteriespeicher-Investments.

Wer ist Ihr Projektpartner bei den Solarprojekten?

Großkrüger: Wir profitieren von einem sehr starken Projektentwicklungspartner, der seit rund zwanzig Jahren in der Branche tätig ist. Er hat insgesamt über zwei Gigawatt entwickelt, rund 1,3 Gigawatt selbst gebaut und ein Transaktionsvolumen von über zwei Milliarden Euro umgesetzt. Dadurch haben wir Zugang zu hochwertigen Photovoltaikparks, die ursprünglich für den langfristigen Eigenbestand entwickelt, gebaut und betrieben wurden. Wir übernehmen diese Qualität und ergänzen die Anlagen um hochwertige Batteriespeicher.

Warum benötigen Solarparks heute Speicherkapazitäten?

Großkrüger: Der Strom wird nicht immer dann produziert, wenn er gebraucht wird. Zudem schreitet der Netzausbau nicht schnell genug voran. Je mehr Solaranlagen gebaut werden, desto öfter gibt es vor allem an sonnigen Sommertagen ein temporäres Strom-Überangebot und Anlagen müssen abgeschaltet werden. Durch Batteriespeicher kann das verhindert werden. Zudem gibt das die Möglichkeit, den Strom gezielt zu Tageszeiten mit einem höheren Börsen-Strompreis abzugeben. Dieser schwankt sehr stark und rutscht zeitweise auch in den negativen Bereich.

Perić: Künftig wird es deshalb kaum noch neue Photovoltaikprojekte ohne Batteriespeicher geben. Für Bestandsanlagen mit EEG-Förderung aus dem Jahr 2021 haben wir weiterhin einen wichtigen Vorteil: Anders als heute genehmigte Anlagen erhalten wir auch während der ersten vier Stunden mit negativen Strompreisen noch die garantierte EEG-Vergütung von fünf bis sechs Cent pro Kilowattstunde. Alles, was darüber hinausgeht, können wir über die Batteriespeicher auffangen und über den Spotmarkt vermarkten. Die gesamte Vermarktung übernehmen professionelle Direktvermarkter.

Dafür arbeiten Sie mit externen Dienstleistern zusammen?

Großkrüger: Ausschließlich. Das sind hochspezialisierte Unternehmen, die Strom im Milliardenvolumen vermarkten.

Perić: Für die finanzierende Bank ist entscheidend, dass sie den mindestens garantierten Cashflow kennt. Dieser Vorteil haben aber nur Bestandsanlagen. Bei den neuen EEG-Regelungen entfällt bereits ab der ersten Viertelstunde mit negativen Strompreisen zunächst die Vergütung. Diese Stunden werden zwar zum größten Teil an die Förderdauer angehängt, das hilft den Banken bei der Finanzierung heute aber nicht weiter. Deshalb betrachten viele Banken inzwischen vor allem die Bonität des Kunden.

Damit sind wir bei Ihrem Anlagemodell. Was bieten Sie Ihren Kunden konkret an?

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