Die OPEC+ hält die Förderziele im November unverändert. Das geht aus den Ergebnissen des Treffens am Sonntag hervor. Eine Anhebung hätte den Ölmarkt entlasten und den Aufwärtsdruck auf die Preise dämpfen können.
Brent-Futures notieren am Montagvormittag unverändert bei über 102 US-Dollar. Der Ölmarkt bleibt angespannt, weil der Konflikt im Nahen Osten die Förderung beeinträchtigt. Geopolitische Risiken verstärken den Inflationsdruck. Höhere Energie- und Transportkosten belasten die Margen und bremsen den Konsum. Die Berichtssaison für das dritte Quartal wird zeigen, welche Unternehmen diesen Kostendruck auffangen können.
Europa wird zum neuen Risikofaktor. Politische Unsicherheit und angespannte Staatsfinanzen in Frankreich sowie die vorgezogene Wahl in Spanien verstärken die Zweifel an der Stabilität der Eurozone. Der EUR/USD rutschte am Montag zeitweise unter 1,12 und erreichte damit den tiefsten Stand seit Mai 2025.
Die Märkte bleiben vorsichtig, aber nicht panisch. US-Aktien halten sich nahe ihren Rekordständen, während europäische Aktien deutlich schwächer tendieren. Der DAX wird am Montag kaum verändert gehandelt, liegt aber rund 5 Prozent unter seinem Rekordhoch. Die regionale und sektorale Divergenz nimmt damit zu.
Ein schwächerer Euro kann europäische Unternehmen mit hohen Umsätzen in den USA stützen, weil die dort erzielten Einnahmen bei der Umrechnung in Euro mehr wert sind. Für Anleger aus dem Euroraum kann er zudem die Rendite von US-Investments in Euro gerechnet erhöhen.
Erholt sich der Euro wieder, sinkt für Anleger aus dem Euroraum der Währungsvorteil, während der positive Umrechnungseffekt für europäische Unternehmen mit hohen US-Umsätzen geringer ausfällt.
Autor Maximilian Wienke ist Marktanalyst bei eToro.













