Kann sich ein Investment in US-Aktien noch lohnen? François Antomarchi, Fondsmanager Internationale Aktien von DPAM, schätzt die Lage ein:
Die effektiven Zölle dürften sich im Laufe des Jahres den nominalen Zollsätzen annähern. Damit gehen Risiken für die Unternehmensgewinne und die Inflation einher. Langfristig könnte sich das negativ auf das Wirtschaftswachstum auswirken.
Die Zölle wurden bislang hauptsächlich von US-Unternehmen absorbiert. Zukünftig dürften Preiserhöhungen die Verbraucher zwingen, einen höheren Anteil zu tragen.
Beim Investmentthema Künstliche Intelligenz wird eine langfristige Planung und Finanzierung wichtiger. Der Kreislauf von Investments und Erträgen zwischen den Hyperscalers, Chip- und Komponentenherstellern, den Rechenzentrumsbetreibern und den Versorgungsunternehmenden kann den gesamten Sektor gemeinschaftlich vorantreiben. Die gegenseitigen Verknüpfungen und Abhängigkeiten implizieren aber auch zusätzliche Risiken.
Repositionierungen einzelner Unternehmen und die Frage nach der Finanzierung, insbesondere in den USA, rücken im Jahr 2026 in den Mittelpunkt. Hartnäckige Inflationserwartungen (bei gesunkenen Kurzfrist-Zinsen) können für Unternehmen mit einem zu hohen Verschuldungsgrad erhöhte Risiken mit sich bringen.
Beimischungen des Themas KI können sinnvoll sein, insbesondere wenn sie durch Anlagen in Branchen ergänzt werden, die durch die Integration von KI einen Schub erhalten dürften. Hierzu zählen Infrastruktur- und Industriewerte sowie Versorger und Finanztitel.
Auf die Einzeltitelauswahl dürfte es jetzt mehr ankommen als in den vergangenen Jahren. Insbesondere Unternehmen, deren Gewinnwachstum pro Aktie überzeugt und auf Innovationen basiert, spielen bei unserer Selektion eine große Rolle.












