US-Militäraktion in Venezuela stärkt Gold und rückt Kryptowährungen neu ins Blickfeld

Foto: Smarterpix/alejandroperez
Edelmetalle profitieren von US-Coup.

Die jüngste US-Militäraktion in Venezuela sorgt an den Finanzmärkten für deutliche Verschiebungen. Klassische sichere Anlagen legen zu, während Kryptowährungen zwischen Risiko- und Schutzfunktion pendeln. Das Zusammenspiel der Anlageklassen zeigt, wie stark geopolitische Faktoren derzeit die Portfolios prägen.

Wir sehen den gleichzeitigen Anstieg mehrerer Anlageklassen nach der US-Militäraktion in Venezuela als klassische Flucht in sichere Anlagen. Safe Havens wie Gold und Silber verzeichnen einen starken Anstieg, da die Anleger ein erhöhtes geopolitisches Risiko einpreisen, das andauern oder eskalieren könnte. Der Ölpreis bleibt vorerst relativ stabil bei etwa 60 US-Dollar pro Barrel, was dazu beiträgt, den unmittelbaren Inflationsdruck zu begrenzen. Die Märkte preisen jedoch eindeutig das Risiko künftiger Energieversorgungsengpässe und einer strafferen Liquiditätspolitik ein, die die Federal Reserve dazu zwingen könnten, die Zinsen länger auf einem hohen Niveau zu halten.

Dieses Umfeld unterstreicht eine widerstandsfähige, aber komplexe Cross-Asset-Konstellation, in der Kryptowährungen eine einzigartige Position einnehmen. Digitale Vermögenswerte werden weiterhin mit der Sensitivität von Risikoanlagen gehandelt, werden jedoch zunehmend als Absicherung gegen geopolitische Instabilität und langfristige Geldentwertung angesehen. Diese doppelte Identität wird immer deutlicher, da die traditionellen Märkte mit Unsicherheiten zu kämpfen haben.


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Aus kryptospezifischer Sicht bleiben die On-Chain-Signale konstruktiv. Anhaltende Nettoabflüsse von BTC und ETH aus den Börsen, zusammen mit einer Rückkehr zu positiven ETF-Zuflüssen und einem neuen Höchststand bei der Versorgung mit Stablecoins, deuten eher auf eine anhaltende institutionelle Akkumulation als auf eine breite Kapitulation hin. Diese Dynamik lässt vermuten, dass die Grundlagen für eine Erholung im wöchentlichen Zeitrahmen geschaffen werden, wobei sich bei ausgewählten Altcoins erste Anzeichen für eine erneute Dynamik abzeichnen.

Kurzfristig sehen wir Bitcoin auf dem Weg zu 105.000 US-Dollar, während Ethereum die Marke von 3.600 US-Dollar testen könnte, da Händler geopolitische Risiken mit den deflationären Eigenschaften und dem innovationsgetriebenen Wachstum von Kryptowährungen abwägen. Insgesamt verstärkt das aktuelle Umfeld die sich wandelnde Rolle von Kryptowährungen in globalen Portfolios, nicht nur als spekulatives Anlageinstrument, sondern auch als strategische Komponente zur Navigation in einem zunehmend unsicheren makroökonomischen Umfeld.

Autor Ryan Lee ist Chefanalyst bei Bitget.

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