Nachhaltige Produkte stoßen im Onlinehandel auf wachsendes Interesse, bleiben jedoch häufig im Warenkorb liegen. Grund dafür ist vor allem der Preis. Das zeigt eine repräsentative Studie des Marktforschungsinstituts Skopos im Auftrag des Portals Grüne Gutscheine, für die 1.000 Personen in Deutschland befragt wurden.
Zwei Drittel der Verbraucherinnen und Verbraucher lassen sich demnach durch Gutscheine dazu motivieren, nachhaltige Produkte auszuprobieren. Knapp die Hälfte nennt Rabatte sogar als entscheidenden Kaufanreiz. Ohne finanzielle Vorteile greifen hingegen rund 42 Prozent eher zu konventionellen Alternativen.
Gleichzeitig zeigt sich: Ist kein Preisunterschied vorhanden, entscheiden sich 58 Prozent für die nachhaltige Variante. Ebenso viele kaufen häufiger entsprechende Produkte, wenn diese reduziert angeboten werden.
Neben Preisvorteilen spielen Informationen eine Rolle, wenn auch mit Abstand. Verständliche Angaben zur ökologischen und sozialen Verantwortung sowie vertrauenswürdige Labels folgen erst mit deutlichem Abstand als Kaufargumente. Empfehlungen aus dem Umfeld oder von anderen Kundinnen und Kunden haben insgesamt weniger Gewicht, gewinnen aber bei jüngeren Zielgruppen an Bedeutung.
Trotz wachsendem Interesse bremsen finanzielle Faktoren den nachhaltigen Konsum. Für 40 Prozent der Befragten sind hohe Preise der Hauptgrund, warum sie nicht häufiger nachhaltig einkaufen. Zwar akzeptiert etwa die Hälfte einen Aufpreis von bis zu 5 Prozent, ein knappes Viertel sogar bis zu 10 Prozent. Darüber hinaus sinkt die Zahlungsbereitschaft deutlich. Rund 30 Prozent lehnen höhere Preise grundsätzlich ab, während Aufschläge von über 20 Prozent nur eine Minderheit akzeptiert.
Neben den Kosten erschweren fehlende Orientierung und begrenzte Auswahl den Zugang zu nachhaltigen Produkten. Fast ein Drittel der Befragten sieht darin ein wesentliches Hindernis. Gleichzeitig zeigt sich ein Generationenunterschied beim Vertrauen: Während 16 Prozent der Jüngeren Nachhaltigkeitsversprechen kritisch sehen, steigt dieser Anteil bei älteren Gruppen auf 27 Prozent.














