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17. November 2008, 00:00
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AWD-Spektakel: Von den Besten gelernt

Mehr als 10.000 Personen pilgerten vergangenen Samstag in den ISS Dome nach Düsseldorf um dem laut AWD größten Erfolgskongress Deutschlands beizuwohnen. Der Hannoveraner Finanzdienstleister und dessen Gründer Carsten Maschmeyer hatten Großes angekündigt und großartig war es in der Tat, was die Menge geboten bekam.

Star der Veranstaltung war zweifellos Bill Clinton, 42. Präsident der vereinigten Staaten von Amerika, begnadeter Rhetoriker und weltbekannter Womanizer. ?Clinton steht für Erfolg und für die goldene Zeit der 90er Jahre? ? so lautete die Begründung Maschmeyers für die Einladung der grauen Eminenz der Weltpolitik in das weniger geschichtsträchtige Düsseldorf.

Bill Clinton erklärt die Finanzkrise

Der Präsident a.D. war gekommen, um den Zuhörern den Schlüssel seines und des Erfolgs generell zu erörtern. ?Für Erfolg braucht man zuerst ein Ziel, dann einen Plan und vor allem Disziplin?, so die Quintessenz seines Vortrags. Clinton trat aber auch an, um den Gästen die Ursachen und Folgen der Finanzkrise zu erklären ? ohne jegliche Notizen übrigens. Dabei machte er keinen Hehl daraus, dass die Wurzel des aktuellen Übels in den USA liegt, genauer im dortigen Immobilienmarkt. Einseitige Investitionen in den Konsum und Immobiliensektor hätten Amerika ganz nahe an den Abgrund katapultiert. Die Auswirkungen auf die Wirtschaft der gesamten Welt machten deutlich, wie sehr alle Nationen voneinander abhängig sind, so Clinton. Drum komme es mehr als je zuvor auf eine globale Zusammenarbeit der Staaten miteinander an. Weiteres Thema seiner Rede: Die demografische Entwicklung. So müsse auch die Bundesregierung finanzielle Anreize schaffen, damit die Bürger privat fürs Alter vorsorgen. ?Die Politik missachtet das Problem der Bevölkerungsüberalterung noch zu sehr?, warnte Clinton.

Bert Rürup glaubt an die unabhängige Finanzberatung

In diesen Tenor stieg auch ein weiterer politischer Gastredner ein. Wirtschaftsweiser und ?Rentenpapst? Professor Dr. Bert Rürup mahnte ebenfalls an, dass eigenständiges Sparen der einzige Weg sei, um dem Abbau der sozialen Sicherungssysteme entgegen zu wirken. Mit seiner kurzweiligen und humorvollen Ansprache kam der Erfinder der Rürup-Rente gut an beim Publikum und erntete begeisterte Zurufe als er prognostizierte: ?Der unabhängigen Finanzberatung gehört die Zukunft.?

Sicheres Händchen für Top-Referenten

Was Maschmeyer und seinem Team ehrlich zugestanden werden muss: Mit den Referenten haben sie ins Schwarze getroffen. Ob Verkaufstrainer Dr. Rolf H. Ruhleder, Körpersprache-Expertin Monika Matschnig oder Comedy-Star Atze Schröder – das Publikum war geradezu hingerissen. Die Moderation der Veranstaltung übernahm keine Geringere als die Talk-Lady des Deutschen Fernsehens Sabine Christiansen, die auch Maschmeyer in der Vergangenheit häufiger ins Kreuzfeuer genommen hatte.

Weiterer Höhepunkt der Motivationsveranstaltung war Boxer-Legende Henry Maske. Der Sportler schilderte unter anderem, wie er sich für sein Comeback vergangenes Jahr, den Kampf gegen den Ex-Rivalen Virgil Hill (Maske verlor seinen letzten Kampf als Profi-Boxer 1996 gegen ihn) vorbereitet hatte und schließlich gegen ihn gewann.

Weltumfahrer Piccard motiviert Finanzberater

Standing Ovations erhielt der Schweizer Abenteurer Bertrand Piccard, der 1999 mit einem Ballon als erster non-stop die Erde umrundete. Geschickt übertrug er das Ballonfahren um die Welt auf das Leben an sich. ?Sowohl über der Erde als auch im Alltag kommt der Wind aus unerwarteter Richtung. Wenn wir dann nicht weiterkommen, müssen wir die Strategie ändern?, so Piccards Credo. Und am Ende formulierte er etwas, das besonders bei den Finanzvermittlern gut ankam: ?Wir müssen manchmal Kampfpiloten sein.?

Wie Maschmeyer für seinen Erfolg kämpfte

Letzter Referent war Gastgeber Maschmeyer, der den Zuhörern seine zehn goldenen Regeln für den Erfolg mitteilte. ?Ich freue mich, dass sie alle einem zuhören, der nichts gelernt hat?, so sein Einstieg. Wer Maschmeyers dynamische Rede aufmerksam verfolgte, konnte den alten Vertriebsmeister erkennen, der mit aller Kraft auf seinen Erfolg hingearbeitet hat und Menschen wirklich motivieren kann.

Am Ende trat noch jener auf, der zurzeit wohl am besten den Aufstieg eines Underdogs zum Erfolgsmenschen verkörpert: Der britische Tenor Paul Potts, ehemaliger Handy-Verkäufer und Gewinner der britischen Ausgabe von ?Deutschland sucht den Superstar?. Er sang unter anderem das als ?Henry-Maske-Hymne bekannte ?Time to say goodbye? sowie sein Siegeslied ?Nessun dorma?.

Siebenstelliger Betrag für das Spektakel investiert

Der Erfolgskongress ist AWD zufolge Teil der 30 Millionen Euro schweren Marketingkampagne, die der Konzern in diesem Jahr lancierte, um neue Berater zu gewinnen. ?Wir handeln antizyklisch. Gerade jetzt, wo sich der Markt konsolidiert, suchen wir die Besten der Branche?, sagte Maschmeyer. Das Spektakel war laut AWD auch dazu gedacht, den Bekanntheitsgrad des Unternehmens bei den Deutschen weiter zu erhöhen. Seit 2001 hat sich die Durchdringung der Marke in der Bevölkerung übrigens von 40 auf 68 Prozent erhöht. All das hat sich AWD Einiges kosten lassen. Eine siebenstellige Summe sei für das Event investiert worden. Von Bill Clinton ist immerhin bekannt, dass er für Reden ein Honorar von mindestens 250.000 Euro verlangt.

Der Erfolgskongress ist übrigens eine Idee von Maschmeyer selbst gewesen, um seinen Mitarbeitern danke zu sagen, wie er mitteilte. Bei der Organisation sei Hauptaktionär Swiss Life nicht involviert gewesen. (aks)

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